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Politik

Mehr privat Versicherte beschweren sich beim Ombudsmann

Mittwoch, 23. August 2017

Berlin – Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Anfragen beim Ombudsmann der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung (PKV) erstmals seit Jahren wieder leicht gestiegen. 2016 gingen dort 6.084 Schlichtungsanträge ein und damit 5,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

„Die Beschwerdequote bleibt mit 0,014 Prozent – bezogen auf die Zahl von insgesamt über 43 Millionen Versicherungen in der Krankenvoll-, Zusatz- und Pflegeversicherung – äußerst gering; auf die vielfache Zahl der Abrechnungs- und Erstattungsvorgänge berechnet wäre die Quote noch viel kleiner“, erklärte PKV-Ombudsmann Heinz Lanfermann in seinem Tätigkeitsbericht. Der Auswertung zufolge waren von den im Berichtsjahr eingegangenen Beschwerden 4.577 und damit 75,2 Prozent zulässig.

Am häufigsten haben sich Versicherte 2016 mit Fragen hinsichtlich der medizinischen Notwendigkeit einzelner Behandlungsmaßnahmen an den Ombudsmann gewandt (21,8 Prozent). Darunter fallen alle Beschwerden, die sich auf die Erstattungsfähigkeit von Heilbehandlungen und Krankenhausaufenthalten beziehen. Darüber hinaus wurden häufiger Gebührenstreitigkeiten an den Ombudsmann herangetragen (21,3 Prozent).

Als Grund sieht der Ombudsmann die konsequenten Rechnungsprüfungen der Unternehmen und die zum Teil hochgegriffenen Abrechnungen durch die Ärzte und Zahnärzte. „Nach der letzten Novellierung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) zum 1.1.2012 dauern die Vorarbeiten zwischen der privaten Krankenversicherung und der Bundesärztekammer über eine neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) an“, heißt es als Erklärung in dem Tätigkeitsbericht.

Insgesamt konnte die Schlichtungsstelle im vergangenen Jahr 3.718 Beschwerden abschließen, im Durchschnitt nach rund 14 Wochen. Bei 25,3 Prozent der Abschlüsse konnte der Ombudsmann den Versicherten vollständig oder zumindest teilweise weiterhelfen. In 74,7 Prozent der Fälle war eine Schlichtung durch den Ombudsmann nicht möglich. © hil/sb/aerzteblatt.de

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