Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Studie sieht enormes Einsparpotenzial durch mehr Prävention

Donnerstag, 24. August 2017

Berlin – Die „Verjüngung“ der Gesamtbevölkerung um ein Jahr etwa durch Prävention könnte die Kosten im deutschen Gesundheitswesen um rund zehn Milliarden Euro reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung „Gesundheitswirtschaft“ des HSH Nordbank. Die Autoren fordern mehr Prävention und Früherkennung.

Basis der Berechnung ist der Anstieg der Pro-Kopf-Gesundheitskosten mit steigendem Alter. Bei Personen über 85 Jahren ermittelte die HSH Nordbank Pro-Kopf-Kosten von rund 25.000 Euro für das Jahr 2025. In der Altersklasse von 15 bis 30 Jahren sind es 2.137 Euro. Die Gesundheitskosten nach Lebensalter kombinierte die HSH Nordbank mit der vom Statistischen Bundesamt für das Jahr 2025 ermittelten Alters­pyramide.

Alleine die Ausgaben für Krankheiten des Stoffwechsels (etwa Diabetes), Kreislaufs (beispielsweise Bluthochdruck), Muskel-Skelett-Systems (zum Beispiel Osteoporose) sowie bei Neubildungen (etwa Krebs) würden der HSH zufolge im Jahr 2017 in der Altersgruppe über 65 Jahren 84,4 Milliarden Euro betragen. Das sei fast ein Viertel der gesamten deutschen Gesundheitskosten. „Hochgerechnet auf 2025 wächst dieser Wert auf 106,9 Milliarden Euro. Und gerade bei diesen Erkrankungen würden Vorsorge und Früherkennung am effektivsten gegensteuern“, heißt es.

Die HSH nannte es „machbar“, dass sich die deutsche Bevölkerung durch Prävention um ein Jahr biologisch verjünge. Denn bei Vorsorge und Früherkennung sei noch „Luft nach oben“. © may/EB/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

06.12.17
Projekt untersucht seelische Gesundheit von Beschäftigen in Krankenhäusern
Ulm – Einer neuer Forschungsverbund „Seelische Gesundheit am Arbeitsplatz Krankenhaus“ (SEEGEN) will untersuchen, wie sich die seelische Gesundheit von Beschäftigen in Krankenhäusern präventiv stärken......
29.11.17
Kassen verfehlen Präventionsvorgaben
Berlin – Fast 500 Millionen Euro haben die Krankenkassen im vergangenen Jahr für Gesund­heits­förder­ung und Prävention ausgegeben. Das geht aus dem neuen Präventionsbericht 2017 hervor. Pro Versichertem......
23.11.17
EU-Kommission fordert mehr Investitionen in Gesundheits­prävention
Brüssel – Die EU-Kommission fordert mehr Investitionen in die Prävention von Krankheiten. „Dass wir nur drei Prozent unserer Gesundheitsbudgets für Prävention ausgeben, im Vergleich zu 80 Prozent für......
17.11.17
Fachgesellschaft fordert Leberscreening beim Check-up 35
Berlin – Die Bestimmung der Leberwerte in den sogenannten Check-up 35 aufzunehmen, fordert die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). „Die Leber......
17.11.17
Männer vernachlässigen ihre Gesundheit
Berlin – In Sachen Männergesundheit gibt es noch viel zu tun: Die Jugendvorsorgeuntersuchung J1 nimmt nur knapp die Hälfte der 12- bis 14-jährigen Jungen und Mädchen wahr, die J2 wird nicht einmal von......
17.11.17
Prävention am Arbeitsplatz: Arbeitnehmer wollen mehr laufen statt sitzen
Köln/Würzburg – In vielen Jobs verbringen Arbeitnehmer die meiste Zeit im Sitzen. Die Zeit am Schreibtisch würden sie dabei am liebsten um etwa ein Drittel (1,4 Stunden) reduzieren. Fast 50 Minuten......
10.11.17
Deutschland hat mit die höchsten Gesundheitsausgaben
Berlin – Deutschland hat weltweit mit die höchsten Gesundheitsausgaben. Mehr als Deutschland mit 11,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) geben etwa die Schweiz (12,4 Prozent) und die USA (17,2......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige