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Politik

Studie sieht enormes Einsparpotenzial durch mehr Prävention

Donnerstag, 24. August 2017

Berlin – Die „Verjüngung“ der Gesamtbevölkerung um ein Jahr etwa durch Prävention könnte die Kosten im deutschen Gesundheitswesen um rund zehn Milliarden Euro reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung „Gesundheitswirtschaft“ des HSH Nordbank. Die Autoren fordern mehr Prävention und Früherkennung.

Basis der Berechnung ist der Anstieg der Pro-Kopf-Gesundheitskosten mit steigendem Alter. Bei Personen über 85 Jahren ermittelte die HSH Nordbank Pro-Kopf-Kosten von rund 25.000 Euro für das Jahr 2025. In der Altersklasse von 15 bis 30 Jahren sind es 2.137 Euro. Die Gesundheitskosten nach Lebensalter kombinierte die HSH Nordbank mit der vom Statistischen Bundesamt für das Jahr 2025 ermittelten Alters­pyramide.

Alleine die Ausgaben für Krankheiten des Stoffwechsels (etwa Diabetes), Kreislaufs (beispielsweise Bluthochdruck), Muskel-Skelett-Systems (zum Beispiel Osteoporose) sowie bei Neubildungen (etwa Krebs) würden der HSH zufolge im Jahr 2017 in der Altersgruppe über 65 Jahren 84,4 Milliarden Euro betragen. Das sei fast ein Viertel der gesamten deutschen Gesundheitskosten. „Hochgerechnet auf 2025 wächst dieser Wert auf 106,9 Milliarden Euro. Und gerade bei diesen Erkrankungen würden Vorsorge und Früherkennung am effektivsten gegensteuern“, heißt es.

Die HSH nannte es „machbar“, dass sich die deutsche Bevölkerung durch Prävention um ein Jahr biologisch verjünge. Denn bei Vorsorge und Früherkennung sei noch „Luft nach oben“. © may/EB/aerzteblatt.de

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