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Ausland

EU-Kommission lässt Multiple-Skle­rose-Tablette zu

Freitag, 25. August 2017

Darmstadt – Die EU-Kommission hat eine neue Tablette gegen Multiple Sklerose für den Vertrieb in Europa zugelassen. Das Mittel Cladribin sei das erste für oral verabreichte Behandlungen gegen schubförmige Multiple Sklerose, teilte der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck heute mit. In Deutschland und Großbritannien werde das Medikament zuerst eingeführt.

Mit der Zulassung kommt Merck in seiner lange Zeit schwächelnden Pharma-Sparte voran. Der Konzern hat zwar mit dem per Spritze verabreichten Mittel Rebif bereits einen Kassenschlager gegen Multiple Sklerose auf dem Markt. Jedoch gehen die Umsätze mit dem bisher umsatzstärksten Merck-Medikament zurück. Zudem sind oral verabreichte Tabletten wie Cladribin einfacher zu handhaben, weshalb der Konzern seine Hoffnung auf das Mittel setzt.

Merck will Cladribin auch in den USA vertreiben, eine Entscheidung über die Zulassung dort steht aber noch aus. Weltweit leiden laut Angaben von Merck rund 2,3 Millionen Menschen unter Multipler Sklerose, in Deutschland sind es 130.000 Menschen.

Merck hatte in seiner Pharma-Sparte über Jahre keine Zulassungserfolge erzielt. Im Frühjahr wurde dann das Mittel Avelumab gegen einen selten und aggressiven Hautkrebs sowie gegen Tumore im Harntrakt in den USA zugelassen.

© dpa/aerzteblatt.de

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