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Niederländische Gynäkologen fordern Register für Samenspender

Freitag, 25. August 2017

Brüssel/Den Haag – Der niederländische Verband der Gynäkologen (NVOG) sowie der Verband der klinischen Embryologie haben ein zentrales Register für Samenspender gefordert. Hintergrund ist ein jetzt bekannt gewordener Fall, bei dem ein Mann biologischer Vater von 102 Kindern ist.

Gesetzlich darf ein Mann in den Niederlanden höchstens Samen für 25 Kinder spenden. Vor der Spende muss er unterschreiben, dass er nicht bereits in einer anderen Klinik gespendet hat. In diesem Fall hatte der Mann in elf Kliniken Samen gespendet. Pro Spende gibt es in den Niederlanden 75 Euro.

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Aufgefallen war der Fall, weil eine Gruppe von alleinstehenden Müttern bemerkt hatte, dass der Mann in mehreren Kliniken Samen gespendet hatte, berichtete das Brüsseler „Institut Europeen de Bioethique“ gestern.

In Deutschland hat der Bundesrat erst im Juli ein Gesetz gebilligt, das den Aufbau eines bundesweiten Spenderregisters vorsieht. Durch Samenspende gezeugte Menschen können hierzulande künftig Informationen über ihre biologische Herkunft verlangen.

© kna/aerzteblatt.de

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