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Mehr Beschwerden bei Heimaufsicht in Berlin

Freitag, 25. August 2017

Berlin – Die Zahl der Beschwerden gegen Berliner Alten- und Pflegeheime sowie Behinderteneinrichtungen ist gestiegen. Erreichten die Heimaufsicht 2015 noch 232 Anzeigen, waren es 2016 bereits 260. Das geht aus dem neuen Jahresbericht des Landesamts für Gesundheit und Soziales hervor, der heute veröffentlicht wurde.

27 Beschwerden betrafen betreute Wohngemeinschaften. Dabei ging es mehrheitlich um Personalausstattung und bauliche Gestaltung. In Berlin waren im vergangenen Jahr rund 39.500 Erwachsene wegen Krankheit, Alter oder Behinderung stationär in einem der 579 Heime untergebracht. Bei Prüfungen stellten die Mitarbeiter der Heimaufsicht in 25 von fast 500 kontrollierten Einrichtungen gravierende Mängel fest – insgesamt gab es 35 Verstöße.

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Der Landesrechnungshof hatte kürzlich allerdings kritisiert, dass die Heimaufsicht kaum unangekündigt zu Kontrollen ausrücke. So hätten 2015 lediglich in zehn Prozent der Heime unangemeldet Besuch bekommen. 2010 habe der Anteil dieser Prüfungen noch ein gutes Drittel ausgemacht.

Nach einer Anfrage der FDP im Abgeordnetenhaus vom Juli hat sich an dieser Praxis 2016 nichts geändert. Von mehr als 400 Prüfungen seien allein 25 überraschend erfolgt. Bei Kontrollen bei rund 20 Heimen habe sich zu wenig Personal gefunden oder die Fachkraftquote von 50 Prozent sei nicht erfüllt gewesen.

© dpa/aerzteblatt.de

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