Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Ärzte nähen Arme einer Französin nach Zugunglück wieder an

Montag, 28. August 2017

Grenoble – Einem französischen Operationsteam ist es gelungen, einer 30-jährigen Frau ihre beiden Arme wieder anzunähen, die sie bei einem Zugunglück verloren hatte. Wie der Chirurg Michael Bouyer von der Universitätsklinik Grenoble mitteilte, können die Muskeln der Frau nicht vollständig reaktiviert werden. Einige Bewegungen, insbe­son­dere der Hände, blieben deshalb schwierig. Doch es werde besser sein als mit einer Prothese.

Die Frau war am 14. August im Bahnhof von Chambéry rund 60 Kilometer von Grenoble auf die Gleise gefallen, als der Zug losfuhr, in den sie einsteigen wollte. Eingequetscht zwischen Zug und Bahnsteig wurden ihr beide Arme abgerissen. Geistesgegenwärtige Helfer sorgten dafür, dass die abgetrennten Gliedmaßen in eisgekühltem sterilen Material aufbewahrt und zusammen mit der Patientin schnell in die Klinik gebracht wurden.

Etwa zwei Stunden nach dem Unfall erfolgte die Operation, bei der zwei Teams in jeweils vier Stunden jeweils einen Arm annähten. Laut Bouyer geht es der zunächst stark traumatisierten Patientin mittlerweile besser. Nach ihrer Genesung werde sie zwischen anderthalb und zwei Jahren Physiotherapie benötigen, um ihre Gliedmaßen bewegen zu können, hieß es.

Die weltweit erste Transplantation von zwei kompletten Armen war 2008 am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität (TU) München gelungen. Der Patient war ein 54-jähriger Landwirt, dem sechs Jahre zuvor bei einem Arbeitsunfall beide Arme abge­ris­sen worden waren. Später glückten ähnliche Operationen auch in China und in Indien. © afp/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

21.11.17
Subakromiale Dekompression: Operation bei Schulterschmerzen oft ohne Nutzen
Oxford – Wer dauerhaft Schulterschmerzen aufgrund eines subakriomialen Schulterschmerz-Syndroms hat, kommt in vielen Fällen unnötigerweise unters Messer. Zu diesem Ergebnis kommt eine erste......
19.11.17
Shunt zwischen den Vorhöfen lindert diastolische Herzinsuffizienz
Cambridge/Ohio – Ein per Katheter implantierter Shunt, der eine künstliche Öffnung zwischen den beiden Herzvorhöfen schafft, kann bei Patienten mit diastolischer Herzinsuffizienz die Druckbelastung im......
17.11.17
Viele Frühgeborene benötigen schnelle kinderchirurgische Versorgung
Berlin – Auf die große Bedeutung einer zeitnahen kinderchirurgischen Versorgung für viele Frühgeborene hat die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) heute anlässlich des......
15.11.17
Transgender: Genitalangleichende Operation verbessert die Lebensqualität
Dresden – Transgender profitieren deutlich von einer besseren Lebensqualität, wenn ihre Transition voranschreitet. Dabei stellt die operative Genitalangleichung für viele Transidente einen......
14.11.17
Uniklinik Mainz wird Referenzzentrum für Chirurgie des Magens und Speiseröhre
Mainz – Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) hat die Qualität der Versorgung in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, und Transplantationschirurgie (AVTC) der......
24.10.17
Endoprothesen­register gibt Auskunft über vorzeitige Wechselgründe
Berlin – Bei einem akuten Ersatz des gesamten Hüftgelenks nach einer Oberschenkelfraktur ist die Wahrscheinlichkeit für eine Wechseloperation in den ersten zwei Jahren rund doppelt so hoch wie bei......
23.10.17
Rund die Hälfte der Operierten ist älter als 60 Jahre
Wiesbaden – Rund die Hälfte der Patienten, die im vergangenen Jahr bei einem stationären Kranken­haus­auf­enthalt operiert wurden, war 60 Jahre und älter. Das hat heute das Statistische Bundesamt......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige