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Ausland

Schweiz erlaubt Genuntersuchungen an Embryonen

Donnerstag, 31. August 2017

Bern – Ab dem 1. September dürfen Ärzte in der Schweiz nach einer künstlichen Befruchtung den Embryo auf bestimmte genetische Merkmale untersuchen. Die Richtlinien sind so eng gefasst wie in Deutschland. Getestet werden darf nur, wenn die Eltern eine schwere Erbkrankheit haben oder Gen-Anlagen, die eine Tot- oder Fehl­geburt wahrscheinlich machen. Embryonen mit Schäden werden der Mutter nicht eingepflanzt. In Deutschland hatte der Bundesrat den Weg zur Präimplantations­diagnostik (PID) 2013 freigemacht.

Reproduktionsmediziner Peter Fehr begrüßt den Schritt. Durch die Selektion von Embryonen lasse sich die Erfolgsrate bei künstlicher Befruchtung steigern, sagte der Leiter der Fruchtbarkeitsklinik OVF-IVF in Zürich. „Wenn eine Klinik zum Beispiel eine durchschnittliche 30-prozentige Schwangerschaftsrate mit dem alten Gesetz ausweist, sollte diese mit den Verbesserungen sicher 40 Prozent betragen“, sagt er. Seine Klinik werde eine Bewilligung beantragen. „Ich gehe davon aus, dass bei etwa zehn Prozent aller In-vitro-Befruchtungen eine PID sinnvoll und zweckmäßig sein wird.“

In der Schweiz gibt es etwa 30 Kinderwunsch-Zentren, die Frauen bei Problemen mit der natürlichen Empfängnis helfen. Seit 2010 ist die Zahl der dort behandelten Frauen leicht rückläufig. 2015 waren es noch knapp 6.000. © dpa/aerzteblatt.de

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