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Ausland

Elf Krankheiten: Frankreich will Impfpflicht für Kinder ausweiten

Donnerstag, 31. August 2017

/Studio M, stock.adobe.com

Paris – Frankreich will die Impfpflicht für Kinder ausweiten. Sie gelte vom kommen­den Jahreswechsel an für Impfungen gegen elf Krankheiten, darunter Keuchhusten, Masern, Röteln und Hepatitis B, kündigte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Agnès Buzyn heute im Sender CNews an. Bisher sind in Frankreich Impfungen nur gegen Diphtherie, Tetanus und Polio obligatorisch.

Die Impfungen gegen die acht übrigen Krankheiten werden bisher nur von den Behörden empfohlen. Die Ausweitung war bereits im Juli von der Regierung angekün­digt worden, nun präzisierte die Ministerin den Termin. Gegen das Vorhaben regt sich in einem Teil der Bevölkerung Widerstand. Es drohen laut Medienberichten Gefängnis­strafen von bis zu sechs Monaten und Geldbußen von bis zu 3.750 Euro. Die Ministerin hatte bereits signalisiert, dass Strafen nicht ihr Ziel seien.

In Deutschland gibt es bislang keine Impfpflicht, auch wenn sie von einigen Experten gefordert wird. Allerdings müssen Eltern, wenn sie ihre Kinder für die Kita anmelden, eine ärztliche Impfberatung nachweisen.

Italien beschloss kürzlich nach einem Masernausbruch umstrittene Pflichtimpfungen für alle Kinder und Jugendlichen. Eltern in dem südeuropäischen Land müssen ihre Kinder nach dieser Entscheidung nun gegen zehn Krankheiten impfen lassen. © dpa/aerzteblatt.de

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