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Wie die Pflegeberatung Familien mit Migrations­hintergrund erreichen kann

Freitag, 1. September 2017

Frankfurt am Main – Zugewanderte Menschen in Deutschland nutzen die Angebote der Pflegeberatung nur wenig. Diese bieten Familien, in denen ein Pflegebedarf auftritt, eine kostenlose, neutrale, unabhängige und vertrauliche Beratung und Begleitung. „Wenn Menschen mit Migrationshintergrund pflegebedürftig werden, übernehmen noch häufig Angehörige wie Ehefrauen, Töchter oder Schwiegertöchter die Pflege“, erläuterte Ulrike Schulze, Professorin für Pflegewissenschaft/Klinische Pflege an der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS).

Deshalb wurde vor rund drei Jahren das Projekt „OPEN – Interkulturelle Öffnung der Pflegeberatung“ ins Leben gerufen, das Ende September 2017 abgeschlossen wird. Ziel von „OPEN“ war es, Zugänge zu älteren Menschen mit Migrationshintergrund zu eröff­nen, welche bisher von der Beratung zur Pflegeversicherung kaum erreicht wurden. Ihnen sollten kulturspezifische Informationen angeboten und bessere Zugänge zu Hilfe und Pflege eröffnet werden. An dem Projekt sind die Hochschule Rhein-Main Wies­baden/Rüsselsheim, die Frankfurt UAS und die Katholische Hochschule Mainz beteiligt.

Menschen mit Migrationshintergrund wurden eingeladen, in moderierten Gruppen­gesprächen über mögliche Zugänge zu Beratungsstellen und anderen Einrichtungen der Pflege zu diskutieren. Die Ergebnisse wurden den Pflegestützpunkten übermittelt und dort in der Beratungstätigkeit erprobt. Ausgewählte Beratungsgespräche wurden analysiert und sowohl Beratende wie Ratsuchende zu der Gesprächssituation befragt.

Daraus haben die Wissenschaftler unter anderem fünf Beratertypen festgelegt, welche idealtypische Vorgehensweisen der Fachkräfte aufzeigen. Lehrvideos und ein Open-Source-Lehrbrief sollen Fachkräfte und Interessierte bei der interkulturellen Öffnung der Pflegeberatung unterstützen. © hil/aerzteblatt.de

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