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Politik

Demenz muss mehr Aufmerksamkeit erhalten

Montag, 4. September 2017

/Ocskay Bence, stock.adobe.com

Rheine – Der nordrhein-westfälische Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, dem Thema „Demenz“ mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Demenz müsse als gesellschaftlicher Normalfall begriffen werden, erklärte Laumann in Rheine. Menschen mit Demenz gehörten in die Mitte der Gesellschaft.

„Während in den Städten meist Beratungs- und Unterstützungsangebote für Menschen mit Demenz vorhanden sind, stellt sich die Situation auf dem Land anders dar“, sagte Laumann. Andererseits biete der ländliche Raum auch Chancen und Potenziale. Über­schaubarkeit, Zusammenhalt, dichte soziale Kontakte und regionale Traditionen böten für Menschen mit Demenz auch Geborgenheit und Sicherheit. „Es gibt viele gute Ideen und viel Engagement für den ländlichen Raum“, so Laumann.

Der Minister erinnerte zudem daran, dass mit der Pflegereform der Bundesregierung wesentliche Voraussetzungen dafür geschaffen wurden, die Situation von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen spürbar zu verbessern. „Die Reform ist gerade für Menschen mit Demenz ein Quantensprung“, erklärte Laumann. Durch den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff würden Demenzerkrankungen in der Pflegeversicherung berücksichtigt.

Zudem seien die für Pflegeleistungen zur Verfügung stehenden Mittel der Pflegever­siche­rung um rund fünf Milliarden Euro pro Jahr erhöht worden. Ein erheblicher Teil davon komme gerade auch Menschen mit Demenz zugute. Das gleiche gelte für die niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsleistungen, die nun leichter in Anspruch genommen werden könnten, erklärte Laumann.

Nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums leben derzeit Schätzungen zufolge rund 300.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen mit Demenz. Diese Zahl soll sich bis zum Jahr 2050 verdoppeln. © may/EB/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #688298
Heilpraktiker_Jurisch
am Dienstag, 5. September 2017, 08:17

vorsorglich...

D hat wohl der Politiker für sich selber vorsorglich gesprochen - da Politiker ja generell an Demenz leiden, vor allem wenn es um die Umsetzung von Wahlversprechen geht.
Abgesehen hdavon finde ich nicht, dass Demenz als "Normalfall" be-griffen werden sollte - es ist nicht normal im Alter an Demenz zu leiden. Dagenge sollte etws getan werden und nicht "die Betreuung" besser ausbauen. Schweinefleisch, Milch und andere giftige Sachen verbieten würde einen großen Schritt indie richtige Richtung bedeuten...aber das CDU Politiker ja Schweinefleisch brauchen....
LNS
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