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Ärzteschaft

Gehälter von medizinischen Fachangestellten steigen in zwei Stufen

Dienstag, 5. September 2017

/creative studio, stock.adobe.com

Berlin – Die Gehälter von Medizinischen Fachangestellten (MFA) steigen rückwirkend zum 1. April 2017 um 2,6 Prozent und ab April 2018 nochmals um 2,2 Prozent. Darauf haben sich die Tarifpartner der niedergelassenen Ärzte (AAA) und der Verband medizi­nischer Fachberufe im August geeinigt. Nach Ablauf der Erklärungsfrist tritt dieses Ergebnis nun in Kraft. 

Laut der Tarifeinigung wird das bisherige 13. Gehalt ab 2018 in eine Sonderzahlung umgewandelt: Die Hälfte des 13. Monatsgehalts wird auf die Monatsgehälter und Ausbildungsvergütungen umgelegt, die andere Hälfte als Sonderzahlung zum 1. Dezem­ber ausgezahlt.

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Damit werden die in der Tariftabelle vereinbarten monatlichen Bruttogehälter und die Ausbildungsvergütungen ab Januar 2018 um 4,17 Prozent angehoben, also um ein Vierundzwanzigstel. Die Sonderzahlung soll die Liquiditäts­engpässe vieler Praxen vermindern, die durch das 13. Gehalt alljährlich entstehen. 

Außerdem vereinbarten die Tarifpartner eine Erhöhung der Sonderzahlung ab dem zweiten Jahr der Betriebszugehörigkeit. Die Sonderzahlung beträgt danach im Jahr 2018 55 Prozent, im Jahr 2019 60 Prozent und ab 2020 65 Prozent des Monatslohns. 

Auch die Ausbildungsvergütungen werden rückwirkend zum April 2017 in allen drei Ausbildungsjahren um 30 Euro brutto monatlich erhöht. Sie steigen damit von derzeit 730 Euro auf 760 Euro im ersten Jahr, von 770 Euro auf 800 Euro im zweiten und von 820 Euro auf 850 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Ab April 2018 steigen sie durch­schnitt­lich um weitere 1,7 Prozent. 

„Die neuen Regelungen bilden die realen Gegebenheiten in den Arztpraxen besser ab“, sagte Cornelia Goesmann, Vorsitzende der AAA. Die Attraktivität des MFA-Berufs werde durch die neue Gehaltstabelle deutlich gesteigert und die Arztpraxen zum Jahresende wirksam entlastet.

Der Verband medizinischer Fachberufe hatte Ende Juli darauf hingewiesen, dass qualifi­ziertes Fachpersonal in Arztpraxen zunehmend zur Mangelware werde. Zwar bliebe die Zahl der Auszubildenden auf einem hohen Niveau, aber viele wanderten nach der Aus­bildung in besser bezahlte Tätigkeitsfelder ab, erklärte die Präsidentin des Verbandes, Carmen Gandila. Gleichwohl ist der Verband mit dem jetzt erzielten Abschluss zufrie­den.

„Damit haben wir ein angemessenes und akzeptables Ergebnis erzielt. Es gibt ein lineares Plus für alle und eine besondere Erhöhung für die Kollegen, die durch ihre langjährige Leistung den Erfolg einer Arztpraxis wesentlich mitbestimmen“, so Gandila.

Der Tarifvertrag wird in der kommenden Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes abgedruckt. © hil/aerzteblatt.de

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