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Ärzteschaft

Neue S3-Leitlinie zu Pseudo­monas-Infektionen bei Mukoviszidose

Mittwoch, 6. September 2017

Pseudomonas aeruginosa /Kateryna_Kon, stock.adobe.com

Düsseldorf – Ärzte können jetzt online auf die S3-Leitlinie „Lungenerkrankung bei Mukoviszidose – Modul 2: Diagnostik und Therapie bei chronischer Infektion mit Pseudomonas aeruginosa“ zugreifen. Sie ist bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissen­schaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erschienen. Darauf hat das Mukoviszidose-Institut – gemeinnützige Gesellschaft für Forschung und Therapie­entwicklung hingewiesen.

„Die Leitlinie hat eine große Bedeutung für die Anwendung im klinischen Alltag“, betonte Carsten Schwarz von der Berliner Charité, einer der leitenden Autoren. Mit der Leitlinie liege erstmals in Deutschland ein Standard für die Diagnostik und Behandlung der chronischen Atemwegsentzündung mit Pseudomonas aeruginosa bei Mukoviszi­dose vor.

Infektion kann chronisch werden

Nach Zahlen des Deutschen Mukoviszidose-Registers waren 2015 rund 28 Prozent der Mukoviszidose-Betroffenen an einer Infektion mit Pseudomonas aeruginosa erkrankt. Diese Infektion kann chronisch werden und laut den Autoren große gesundheitliche Probleme für die Mukoviszidose-Patienten mit sich bringen. Daher sei es wichtig, die Infektion effektiv zu behandeln.

Die neue Leitlinie schafft dafür nun den Standard. 45 Experten aus Therapie und Wissenschaft haben unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Pneumo­logie und Beatmungsmedizin (DGP) und der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (GPP) die Leitlinie erstellt. Auch Patientenvertreter waren an der Entstehung beteiligt. Sie ist der zweite Teil der Leitlinie „Lungenerkrankung bei Mukoviszidose“. Der erste Teil „Diagnostik und Therapie nach dem ersten Nachweis von Pseudomonas aerugino­sa“ ist bereits 2013 erschienen.

In Deutschland leiden rund 8.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter der unheilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose. Durch eine Störung des Salz- und Wasser­haushalts im Körper bildet sich bei den Patienten ein zähflüssiges Sekret, das Organe wie die Lunge und die Bauchspeicheldrüse schädigt. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 150 bis 200 Kinder mit der auch zystische Fibrose genannten Krankheit geboren. © hil/aerzteblatt.de

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