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Medizin

Fleisch und Eisen erhöhen Diabetesrisiko

Mittwoch, 6. September 2017

Nataliya Dvukhimenna - stock.adobe.com

Singapur – Chinesen, die gern und häufig Fleisch essen, erkranken einer prospektiven Beobachtungsstudie im American Journal of Epidemiology (2017; doi: 10.1093/aje/kwx156) zufolge häufiger an einem Typ 2-Diabetes. Das Risiko ließ sich teilweise auf den Eisengehalt des Fleisches zurückführen.

Eisen steht schon seit längerem im Verdacht, ein Auslöser des Typ 2-Diabetes zu sein. So erkranken Menschen mit der Hämochromatose, die vermehrt Eisen in Leber und anderen Organen ablagern, häufiger an einem Typ 2-Diabetes. 

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Auch für ansonsten gesunde Menschen erhöht der vermehrte Konsum von Fleisch und Eisen das Risiko auf einen Typ 2-Diabetes, wie jetzt eine Auswertung der Singapore Chinese Health Study erneut zeigt. Die Studie begleitet 63.257 Erwachsene chinesischer Herkunft aus dem ostasiatischen Stadtstaat. Die Chinesen waren im Alter zwischen 45 und 74 Jahren rekrutiert worden. Während einer Nachbeobachtungszeit von im Durchschnitt etwa 11 Jahren wurde bei 5.207 Teilnehmern ein Typ 2-Diabetes diagnostiziert.

Chinesen mit einem erhöhten Fleischkonsum waren überrepräsentiert. Für das Quartil mit dem höchsten Verzehr von rotem Fleisch ermittelte Koh Woon Puay von der Duke-NUS Medical School, einem Ableger der US-Universität in Singapur, eine Hazard Ratio von 1,23, die mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 1,14 bis 1,33 signifikant war. Auch der Verzehr von Geflügelfleisch erhöhte das Risiko mit einer Hazard Ratio von 1,15 (1,06-1,24) im obersten Quartil. Für Fische und Schalentiere konnte Kuh dagegen kein signifikant erhöhtes Risiko nachweisen.

Weitere Analysen ergaben, dass zumindest ein Teil des Risikos auf den Eisengehalt zurückzuführen war, der bei rotem Fleisch höher ist als bei Geflügelfleisch. Nach der Berücksichtigung des Faktors Eisen war für Geflügelfleisch kein erhöhtes Risiko mehr nachweisbar. Für rotes Fleisch blieb ein Restrisiko mit einer Hazard Ratio von 1,13 (1,01-1,25) bestehen.

Der Verdacht, dass der höhere Eisengehalt einen Teil des mit dem Fleischverzehrs verbundenen Diabetesrisikos erklärt, ist nicht neu. Swapnil Rajpathak von der Harvard School of Public Health in Boston und Mitarbeiter waren vor Jahren in einer Analyse der Nurses' Health Study zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen.

Für US-Krankenschwestern mit der höchsten Häm-Eisen-Aufnahme (oberstes Quintil) wurde ein relatives Risiko von 1,28 (1,14-1,45) ermittelt. Das Risiko war in der Studie dosisabhängig, was in epidemiologischen Untersuchungen immer für eine Kausalität spricht (Diabetes Care 2006; 29: 1370-1376).
 
Koh empfahl seinen Landsleuten aufgrund der Ergebnisse, auf den Verzehr von rotem Fleisch möglichst zu verzichten. Beim Geflügel sollten sie das Brustfleisch der Tiere bevorzugen, da es den geringsten Eisengehalt hat, und häufiger zu Fisch oder Schalentieren greifen. © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #722455
´hajodba@gmx.de
am Freitag, 8. September 2017, 10:35

"Und was ist der "praktische Nährwert dieser Studie" aus China?"

Es ist schon etwas eigenartig, kaum wurde eine "Studie" veröffentlicht,
mit der bestimmte, bisherige "Ernährungsempfehlungen" zumindest in Frage
gestellt wurde, da tauch eine "neue Studie" auf, worin man "Fleisch und
Eisen" mithin als "Auslöser für Diabetes-Risiko" erachtet. Und zugleich
die "Empfehlung" ausspricht, den "Verzehr von rotem Fleisch" reduzieren
zu sollen. Doch was ist mit "Eisen"? Denkt man dabei an eine "Steuer",
wir man sie für "Fett und Zucker"" fordert?

Ich bin "kein Ernährungswissenschaftler", jedoch verstehe ich etwa vom
"Kochen" und weiß daher, dass in der "Chinesischen Küche" sehr viel mit
"Glutamat" gearbeitet wird. Was bei den "kurzen Garzeiten im Wok" auch
einen Sinn ergibt. Auch wenn er "fraglich" ist.Jedoch dies ist nicht
das Thema, weil es die "Forscher offenbar nicht berücksichtigt hatten.
Wohl auch die Frage nach den "Folgen von Eisenmangel", die sich ja aus
deren "Ernährungsempfehlungen" ergeben kann.

Wohn ein "Eisenmangel" letztendlich führen kann, habe ich bei meiner
multimorbiden Lebensgefährtin Lucie erfahren müssen, Sie lit an "COPD
(Stadium IV) und Pulmonaler Hypertonie" und daher waren für sie "gute
Hb- und Eisenwerte" überlebenswichtig gewesen. Deshalb ließen wir im
Wechsel monatliche "Blutbilder" in 2 Kliniken und bei unserem Hausarzt
durhführen. Waren die "Hb- und Eisenwerte zu niedrig", gab es wochen-
lang überwiegend "rotes Fleisch, Innereien und Hülsenfrüchte", womit
wir die "Medikation unterstützen". Die ging lange Zeit recht, bis die
"Ehefrau ds Hausarztes" eigenmächtig handelte und auch die "Ermittlung
der "Hb- und Eisenwerte" verzichtete und uns in dem Glauben ließ, dass
"alles in Ordnung" sei. Da in den Wochen zuvor die "Harnsäure zu hoch"
gewesen war, hatten wir den "Verzehr von rotem Fleisch" deutlich einge-
schränkt und dies nun fortgesetzt. 6 Wochen später erlebten wir in der
Klinik die Überraschung: die "Hb- und Eisenwerte waren extrem niedrig"
gewesen. Lucie bekam stationär eine "Bluttransfusion", was sie auch
schon in der Vergangenheit bekommen und keine Probleme damit hatte.
Nur diesmal wurde alles anders; Lucie verstarb in der darauffolgenden
Nacht an "Lungenversagen nach einer Bluttransfusion". Die Ärzte hatten
absolut richtig gehandelte, doch konnten sie die "Unterlassungen der
Sprechstundenhelferin dun Arztgattin" nicht mehr kompensieren.

Als "älterer Typ-2-Diabetiker, der kein Insulin spritzt", sehe ich in
der "Wahrscheinlichkeit eines "Diabetes-Risikos" durch "Fleisch und
Eisen" ein geringeres "Gefährdungspotential", als durch eine signifi-
kante "Reduzierung der Eisenzufuhr" über die Ernährung. Zumal in der
"deutschen Küche" bis aus das "Kurzgebratene" alle "Gericht mir rotem
Fleisch" in gut "abgeschmeckten Soßen ("ohne Glutamat") geschmort"
werden.



LNS

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