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Vermischtes

Online-Kampagne für mehr Geld im Kampf gegen Fettleibigkeit

Freitag, 8. September 2017

/David Pereiras, stock.adobe.com

Genf – Angesichts rasant steigender Zahlen von Übergewichtigen und Fettleibigen will die Internationale Adipositas-Gesellschaft die Aufmerksamkeit für das Problem erhöhen. Um Fettleibigkeit in sozialen Medien zu einem Topthema zu machen, ruft sie dazu auf, sich auf der Plattform „Thunderclap“ zu registrieren.

Auf den Sozialmedien-Konten aller Unterzeichner werde am 11. Oktober, dem Welt-Adipositas-Tag, unter den Stichwörtern #WorldObesityDay und #obesity ein Aufruf zu mehr Investitionen veröffentlicht. „Thunderclap“ ist ein Online-Werkzeug, das durch die Wirkung von Botschaften in sozialen Netzwerken erhöhen soll.

Vorbeugung ratsam

Die wachsende Zahl der Übergewichtigen sei eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit, hieß es. Die Adipositas-Gesellschaft will den Druck auf Regierungen, Gesundheitsdienste, Krankenkassen und Spender erhöhen, mehr Geld in den Kampf gegen Übergewicht zu investieren. Vorbeugen sei besser, als das Problem später anzugehen.

Weltweit hat sich das Ausmaß des Problems nach Angaben der Weltgesundheits­organisation (WHO) seit 1980 verdoppelt. Inzwischen seien 1,9 Milliarden Menschen über 18 Jahren übergewichtig. Das entspricht 39 Prozent der Weltbevölkerung. 600 Millionen sind fettleibig – ein Anteil von 13 Prozent. Die WHO orientiert sich dabei am Body-Mass-Index. Nach dem Rechner der Deutschen Adipositas-Gesell­schaft ist jemand bei einer Körpergröße von 1,75 Metern ab 77 Kilogramm überge­wich­tig, ab 94 Kilogramm fettleibig.

Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU) hat unterdessen vor Beginn des neuen Schul­jahres für eine gesündere und bessere Ernährung geworben. „Es ist entscheidend, mit der gesunden Ernährung bereits bei den Kindern anzufangen. Denn in Deutschland ist mittlerweile jeder zweite Erwachsene übergewichtig und immer öfter beginnen Gewichtsprobleme schon im Kindes- und Jugendalter“, sagte sie. Nach Angaben des Ministeriums sind im Freistaat 3,2 Prozent der Kinder übergewichtig. © dpa/aerzteblatt.de

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