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Politik

Baden-Württemberg kürzt Mittel für Präventionsprojekte gegen Alkoholmissbrauch

Freitag, 8. September 2017

Heilbronn – Baden-Württemberg gibt einem Medienbericht zufolge 2017 deutlich weniger Geld für Präventionsangebote gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen aus. Grün-Schwarz wird die Fördermittel von rund 640.000 Euro 2016 auf nur noch 100.000 Euro in diesem Jahr reduzieren, wie die Heilbronner Stimme und der Mannheimer Morgen unter Berufung auf eine Antwort des Sozialministeriums auf eine SPD-Landtagsanfrage berichteten.

In der Antwort schreibt Grünen-Staatssekretärin Bärbel Mielich, in den Jahren 2013 bis 2016 seien 1,4 Millionen Euro in Förderprogramme zur Prävention von riskantem Alkoholkonsum von jungen Menschen im öffentlichen Raum geflossen. Die Höhe der Fördersumme habe 2013 bei 96.418 Euro, 2014 bei 283.237 Euro, 2015 bei 348.205 Euro und 2016 bei 641.687 Euro gelegen.

„Im Jahr 2017 stehen für das Förderprogramm 100.000 Euro zur Verfügung.“ SPD-Sozialpolitiker Rainer Hinderer übte Kritik an der Kürzung der Mittel. „Entgegen ihrer eigenen Ankündigung baut die grün-schwarze Landesregierung die Präventions­angebote nicht aus“, sagte er.

Das Sozialministerium wies die Vorwürfe zurück. Von einer Mittelkürzung könne keine Rede sein, sagte Sozialminister Manne Lucha (Grüne). Er betonte, das Sozialministerium setze bei der Vorbeugung gegen Alkoholmissbrauch bei jungen Leuten nach dem Auslaufen des Förderprogramms auf das weitere Engagement der Kommunen. Ziel sei es von Anfang an gewesen, die Kommunen soweit zu befähigen, dass die auf den Weg gebrachten Projekte möglichst flächendeckend und nachhaltig verankert werden, sagte  Lucha (Grüne).

Er verwies auch darauf, dass die alkoholbedingten Kranken­haus­auf­enthalte von jungen Leuten seit 2011 zurückgegangen seien. Dies zeige, dass der Ansatz mit einem Mix aus vielfältigen Präventionsmaßnahmen einerseits und entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen andererseits funktioniere. © dpa/aerzteblatt.de

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HerKle
am Freitag, 22. September 2017, 10:38

Warum Alkoholwerbung?

Zum lobenswert kritischen Artikel über die Mittelkürzung für Alkoholprävention posten Sie ein Bild mit gefüllten Biergläsern? Im ÄRZTEBLATT?
Was ist das: Fantasielosigkeit/Faulheit der Bildredaktion (gab nur dieses Foto bei der Google-Suche)? Erfolg der Alkohollobby ("verantwortungvolles Trinken")?

Warum kein Foto von Jugendlichen, die in ihrem Erbrochenen liegen? Das würde den Inhalt des Artikels deutlicher unterstreichen als die verharmlosende Verherrlichung alkoholischer Getränke.

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