NewsPolitikOrgantrans­plantation: Grenzüber­schreitender Austausch wichtig
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Organtrans­plantation: Grenzüber­schreitender Austausch wichtig

Freitag, 8. September 2017

Anzeige

Frankfurt – Die Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) hat anlässlich des morgigen europäischen Tags der Organspende auf die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit hingewiesen. Sie sei ein wichtiger Erfolgsfaktor, um die Situation der Menschen auf den Wartelisten zu verbessern, hieß es von der DSO. Der Organisation zufolge konnten allein in Deutschland in den vergangenen 50 Jahren fast 130.000 Organe erfolgreich transplantiert werden.

„Das verdanken wir auch dem grenzüberschreitenden Austausch mit anderen Ländern der europäischen Gemeinschaft“, sagte Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO. Insbesondere der Zusammenschluss der acht Mitgliedsländer des Eurotransplant-Verbundes (Niederlande, Belgien, Luxemburg, Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Deutschland) erhöhe für alle Patienten die Chance, schneller ein medizinisch passendes Organ zu erhalten.

„Das ist besonders für Patienten, die dringlich auf ein lebensrettendes Organ warten, von Bedeutung“, sagte Rahmel. Aber auch Kinder sowie Patienten mit seltenen Gewebeeigenschaften hätten bessere Aussichten, ein für sie sehr gut passendes Organ zu bekommen. Zudem verdankten seit Jahren mehr Patienten in Deutschland ihr Leben einem Organ aus dem Ausland, als umgekehrt. Laut DSO wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 175 Organe mehr aus den Mitgliedsstaaten des Eurotransplant-Verbundes transplantiert, als aus Deutschland dorthin abgegeben wurden. © hil/sb/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

14. August 2018
Mainz/Berlin – Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) macht die Krankenhäuser in Deutschland mitverantwortlich für die geringe Zahl von Organspenden. Das geht aus einem Bericht des ARD-Magazins
Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium macht Kliniken für Rückgang der Organspenden mitverantwortlich
16. Juli 2018
Düsseldorf – Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) hat Systemkorrekturen bei der Organspende gefordert, um die Spenderzahlen zu steigern. Der Fachgesellschaft zufolge hat Deutschland in der
Organspende: Urologen fordern Gesetzesänderung
10. Juli 2018
Frankfurt am Main – Nach starken Rückgängen bei den Organspenden in Deutschland in den vergangenen Jahren sieht die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) einen ersten Lichtblick. In den ersten
Stiftung Organtransplantation sieht Lichtblick bei Spenden
5. Juli 2018
Kiel – Organspenden von Verstorbenen sind seit 2010 um 30 % zurückgegangen. Ursache dafür sind aber nicht etwa weniger potenzielle Organspender – die haben zwischen 2010 und 2015 sogar um fast 14 %
Krankenhäuser könnten die Zahl der Organspenden maßgeblich steigern
5. Juli 2018
Köln – Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät Reisenden, einen Organspendeausweis in der jeweiligen Landessprache mitzuführen. Unter welchen Umständen Organe von Verstorbenen
Experten raten bei Reisen zu Organspendeausweis in Landessprache
2. Juli 2018
Münster – Die Kammerversammlung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) hat sich am vergangenen Wochenende für die Einführung der Widerspruchslösung bei der Organspende mit Vetorecht der engsten
Ärztekammer Westfalen-Lippe: Widerspruchslösung gefordert, Fernbehandlungsverbot gelockert
28. Juni 2018
Leipzig – Im Januar wurde das Unternehmen „Gesundheitsforen“ von Bundes­ärzte­kammer, GKV-Spitzenverband und Deutscher Krankenhausgesellschaft beauftragt, ein deutsches Transplantationsregister
NEWSLETTER