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Ärzteschaft

Ärzte warnen vor Verstaatlichung des Gesundheitssystems

Montag, 11. September 2017

Berlin – Vor einer zunehmenden Verstaatlichung des Gesundheitswesens haben heute Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Allianz Deutscher Ärzteverbände gewarnt. „Unabhängig vom Wahlergebnis appellieren wir an die künftige Regierung: Sorgen Sie dafür, dass unser weltweit hochgeschätztes Gesundheitssystem nicht von den Beinen auf den Kopf gestellt wird“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Andreas Gassen, heute in Berlin. Eine zentralistische Organisation der Gesundheits­versorgung führe unter anderem zu monatelangen Wartezeiten auf ärztliche Eingriffe und zur Abschaffung der freien Arztwahl, warnte der KBV-Chef.

Besonders wichtig für das deutsche Erfolgsrezept ist laut Gassen die Selbstverwaltung. „Sie ist am besten in der Lage, Lösungen für Probleme – die es unbestritten auch bei uns gibt – gemeinsam mit allen Beteiligten zu erarbeiten“, betonte er. Als Beispiel nannte er die Versorgung im Not- und Bereitschaftsdienst. „Unser Ziel ist es, dass der Patient in die Lage versetzt wird, die für ihn richtige Anlaufstelle zu finden. Eine enge Zusammenarbeit von Notfallversorgung, Rettungs- und Bereitschaftsdienst soll dafür die Grundlage bilden“, betonte Gassen.

Die KBV stimme sich dabei eng mit anderen Organisationen ab, zum Beispiel mit dem Marburger Bund. Weitere wichtige Themen für die kommende Legislaturperiode seien die Anpassung der Versorgungsstrukturen an die zunehmende Ambulantisierung der Medizin, die Digitalisierung, der ärztliche Nachwuchs sowie eine verbesserte Kooperationen mit anderen Gesundheitsberufen.

„Die Allianz Deutscher Ärzteverbände unterstützt die KBV in allen aufgeführten Punkten“, stellte der Allianz-Sprecher Werner Baumgärtner klar. „Zusätzlich fordern wir den Erhalt der Verpflichtung für Hausarztverträge und eine Förderung für den freiwilligen Abschluss von Facharztverträgen im Paragraphen 140a des fünften Sozialgesetzbuches“, so Baumgärtner. Insgesamt seien deutlich mehr Spielräume nötig, um bundesweit neue Versorgungskonzepte mit den Krankenkassen umzusetzen – „sowohl im Bereich des Kollektivvertrags als auch im Bereich der Hausarzt- und Facharztverträge“, so der Allianz-Sprecher. © hil/aerzteblatt.de

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ede65
am Dienstag, 12. September 2017, 16:09

WIESO NICHT

wo das jetzige System hinführt sehen wir: maximale Privatisierung in Aktiengesellschaften führen alleine bei der PFlege zu 500 Überlastungsanzeigen jährlich. Es ist jedem klar das am Ende de Pat der leittragende ist. Egal! Hauptsache der Aktienkurs stimmt.
Im Ambulanten Bereich als Hausarzt will auch keiner mehr selbstständig arbeiten: Risiko zu hoch, Verdienst zu niedrig, Freizeit zu wenig.
Gröhe bastelt an einem neuen Verbrechen gegen die Patienten mit mini Psychlogen, die Rezepte schreiben dürfen, anstatt die Heilpraktiker, wie in Österreich, abzuschaffen, denn die kosten am Ende das Geld der Versicherungen.
Staatliche Kontrolle des Gesundheitswesen funktioniert in anderen Ländern super! Die Patienten und die Leistungserbringer müssen sich umgewöhnen und dann läuft das! Eins ist auf jeden fall klar: das Gesundheitssystem wird nie kostendeckend arbeiten. Aber für was wenn nciht für Bildung und Gesundheit sollen Steuern ausgegeben werden?!!??

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