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Politik

Diagnosticaindustrie setzt sich für nationale Diabetesstrategie ein

Mittwoch, 13. September 2017

Berlin – Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) mahnt eine bessere Versorgung von Diabetespatienten an. Wie diese aussehen soll, konkretisiert er in einem Fünf-Punkte-Programm im Vorfeld der Bundestagswahl. Angesichts 7,5 Millionen Diabe­tikern in Deutschland und hoher Behandlungskosten, wenn die Krankheit zu spät erkannt wird, plädiert der VDGH für eine nationale Diabetesstrategie. „Die Komplexität des Diabetes erfordert ressort- und sektoren-übergreifende Lösungsansätze“, heißt es in dem Papier.

Früherkennungsprogramme müssten weiterentwickelt werden, da sie „nicht mehr dem Stand der medizinischen Erkenntnisse“ entsprächen. Konkret forderte der VDGH, dass regelmäßig labordiagnostischen Verfahren durchgeführt werden. Laut Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) wird bei über 80 Prozent der Diabetespatienten mindestens einmal jährlich der Langzeitblutzuckerwert (Hba1c) bestimmt (Stand 2015).

Auch die Selbstmessung durch die Patienten sei ein wichtiger Teil des Diabetes­managements, so der VDGH. Hier spricht sich der Verband für „ausreichende Wahl­möglichkeiten“ unter den verfügbaren Messsystemen aus. Die Digitalisierung kann laut VDGH helfen, die Diabetesbehandlung zu verbessern. Der Arzt würde beispiels­weise schneller aktuelle Daten der Selbstmessung erhalten. Um diese Entwicklung zu fördern, spricht sich der Verband dafür aus, dass entsprechende digitale Anwendungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden.

Auch die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) fordert seit Jahren eine nationale Diabetesstrategie als Teil des Koalitionsvertrages. Zahlen des Zi zufolge ist die Zahl der Typ-2-Diabetiker zwischen 2009 und 2015 um 14 Prozent gestiegen. © zag/aerzteblatt.de

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