Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Neues Verbundprojekt will Resistenzen bei Pankreaskarzinom erforschen

Mittwoch, 13. September 2017

Essen – Die Deutsche Krebshilfe fördert ein neues Verbundprojekt zu Therapie­resistenzen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs. Leiter ist Jens Siveke vom Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) der Universitätsklinik Essen.

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den Krebserkrankungen mit der höchsten krebsbedingten Sterblichkeit. Besonders das duktale Pankreaskarzinom ist schwer behandelbar, weil die Tumorzellen gegen verfügbare Medikamente schnell resistent werden. „Nahezu jeder Patient entwickelt im Verlauf der Behandlung Resistenzen gegenüber einer Chemotherapie oder ist schon zu Beginn der Therapie resistent“, erläuterte Siveke.

Im Rahmen des Verbundprojektes wollen die Wissenschaftler die Mechanismen der Chromatinregulation identifizieren, welche die Genorte einer Chemotherapieresistenz kontrollieren. Ziel ist es zudem, Regulationswege des Tumors gezielt umzuprogrammieren, damit er für Medikamente und Immuntherapien wieder angreifbar wird.

Die molekularen Ursachen von Resistenzen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs sollen an neu entwickelten In-Vitro- und In-Vivo-Modellen und an Tumorproben aus klinischen Studien untersucht werden.

Das Verbundprojekt schließt Wissenschaftler der Universitätskliniken Bochum, Frankfurt, Göttingen, Ulm und Würzburg ein. Es wurde von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Förderschwerpunkts „Translationale Onkologie“ in einem zweistufigen Auswahlverfahren als eines von vier geförderten Projekten ausgewählt und wird über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt 1,3 Millionen Euro gefördert. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

19.09.17
Pankreaskarzinom: Bakterien im Tumor fördern Resistenz auf Gemcitabin
Rehovot/Israel – Viele Pankreaskarzinome enthalten Bakterien, die offenbar aus dem Duodenum in den Tumor gelangen und möglicherweise die Entwicklung einer Resistenz auf das Zytostatikum Gemcitabin......
20.08.17
Pankreaskarzinom: Harnstoffzyklus könnte Therapieansatz bieten
Boston – Ein Schlüsselenzym im Harnstoffzyklus, über den die Zellen des Pankreaskarzinoms den beim Proteinabbau anfallenden Stickstoff eliminieren, könnte ein dringend benötigter neuer Angriffspunkt......
02.08.17
Pankreaskarzinom: Schnelle Operation häufiger erfolgreich (und kostengünstiger)
Birmingham – Die Verkürzung der Wartezeit von der Diagnose eines Pankreaskarzinoms bis zur Operation hat an einer britischen Klinik den Anteil der Patienten erhöht, bei denen der Tumor erfolgreich......
17.07.17
Pankreaskarzinom: Biomarker für die Früherkennung entdeckt
Philadelphia – US-Forscher haben einen Biomarker für eine Vorstufe des Pankreaskarzinoms entdeckt, der in Kombination mit CA19-9 zur Früherkennung eingesetzt werden könnte. Erste klinische Studien in......
31.05.17
Bauchspeichel­drüsenkrebs: Neuer Forschungsverbund erforscht molekulare Mechanismen
Göttingen – Ein neuer Göttinger Forschungsverbund widmet sich der Erforschung der molekularen Vorgänge bei der Entstehung und dem Verlauf von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Neben der Universitätsmedizin......
13.04.17
Laparoskopisches Pankreasregister: 34 Zentren veröffentlichen Ergebnisse operativer Eingriffe
Aalen/Freiburg/Marburg/Lübeck – Bei den in Deutschland durchgeführten Eingriffen bei Pankreaserkrankungen kommt es zumeist zur laparoskopischen Pankreaslinksresektion. Diese wurde unter den......
08.02.17
Labormedizin: Diagnose des Pankreaskarzinom durch extrazelluläre Vesikel im Blut
Tempe – Extrazelluläre Vesikel, die von Tumorzellen ans Blut abgegeben werden, könnten ein früher Hinweis auf eine Krebserkrankung sein. US-Forscher stellen in Nature Biomedical Engineering (2017;......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige