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Translationale Onkologie: Forscher unter einem Dach

Mittwoch, 13. September 2017

München – Mit einer engen Zusammenarbeit von Medizinern, Informatikern und Ingenieuren unter einem Dach will die Technische Universität München die Krebsforschung voranbringen. Von dem Austausch zwischen den verschiedenen Disziplinen in dem neuen Forschungszentrum für Translationale Onkologie (TranslaTUM) erhoffen sich die Wissenschaftler neue Impulse im Kampf gegen Krebs.

„Interdisziplinarität ist unser Ziel“, sagte TU-Präsident Wolfgang Herrmann bei der Vorstellung des Zentrums. Rund 60 Wissenschaftler aus den Biowissenschaften und 40 aus dem Bereich Technik werden in dem 60 Millionen Euro teuren Bau am Uniklinikum Rechts der Isar gemeinsam forschen. Die Ärzte könnten ihre Erfahrungen über Krankheitsverläufe in neue Forschungsansätze einbringen und neue Erkenntnisse rasch in die klinische Praxis übertragen.

Zu den Forschungsschwerpunkten des neuen Zentrums zählen die Fehlsteuerung der Signalübertragung in Tumorzellen, die Interaktionen zwischen Tumorzellen und Immunsystem und die Entwicklung neuer Bildgebungs- und Analyseverfahren, die nicht nur Größe und Aussehen der Tumore erfassen, sondern auch biologische Vorgänge in der Zelle zeigen sollen.

Die Hoffnung für die Zukunft: Die krankhaften Prozesse vorhersehen, bevor sie überhaupt eintreten – und wenn sie eingetreten sind, sie mit neuartigen Methoden durchbrechen. Immunzellen können etwa außerhalb des Körpers fit gemacht und zurückgegeben oder der Impuls zum Wachstum schon in der kranken Zelle unterbunden werden.

Knapp 500.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Krebs. Tierversuche sollten am TranslaTUM eingeschränkt werden, seien aber derzeit unverzichtbar. Im Krebszentrum sollen in 6.000 Käfigen im Keller neben einigen Ratten voraussichtlich gut 18.000 Mäuse unterkommen. © dpa/aerzteblatt.de

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