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Neues Zentrum für Lipidforschung in Kaiserslautern

Donnerstag, 14. September 2017

Kaiserslautern – Ein „Zentrum für Lipidomics“ richtet die Carl-Zeiss-Stiftung (CZS) an der Technischen Universität Kaiserslautern ein. 13 Arbeitsgruppen sollen dort inter­disziplinär forschen. Ziel ist es unter anderem, molekulare Grundlagen zu verstehen, um unter anderem Therapien für Krankheiten zu entwickeln.

„Mit der Förderung stärkt die CZS den strategischen Forschungsschwerpunkt ‚Membran- und Systembiologie’ der Technischen Universität Kaiserslautern und trägt zur Weiterentwicklung des noch relativ jungen, aber zukunftsweisenden Forschungs­gebiets ‚Lipidomics’ bei“, erläuterte Theresia Bauer, Vorsitzende der Stiftungs­verwaltung der CZS.

Zahlreiche Lipidarten

In menschlichen Zellen gibt es mehrere Hunderte verschiedene Lipidarten. „Bislang wissen wir sehr wenig über die genaue Rolle und Funktion dieser Moleküle“, sagte Sandro Keller vom Fachgebiet molekulare Biophysik und Sprecher des neuen Forschungszentrums. Fehlfunktionen könnten zu verschiedenen Krankheiten führen.

Bei Alzheimer zum Beispiel diskutiere die Wissenschaft, dass Störungen des Lipid-Stoffwechsels der Nervenzellen eine Ursache sein könnten. „Über die Hälfte der medizinischen Wirkstoffe setzt an Proteinen an, die in Lipidmembranen eingebettet sind“, so Keller. Es sei daher besonders wichtig, zu verstehen, wie sie auf molekularer Ebene funktionierten.

Ziel des Zentrums sei daher, molekulare, zelluläre und physiologische Grundlagen des Lipid-Stoffwechsels und der Membranbiologie zu verstehen. Zudem sollen diese Erkenntnisse neue Anwendungen in der Lipid-Nanotechnologie ermöglichen, um künftig schwere Krankheiten zu therapieren. Das CZS-Zentrum für Lipidomics wird seine Arbeit zum 1. Oktober aufnehmen. © hil/aerzteblatt.de

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