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Politik

Ärztemangel: Merkel setzt auf Medizinische Versorgungszentren

Freitag, 15. September 2017

Angela Merkel /dpa

Berlin – Die Kommunen in Deutschland müssen sich in die medizinische Versorgung der Menschen auf dem Land einbringen. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gestern in der ZDF-Sendung Klartext betont. Hintergrund ist der fortschreitende Ärztemangel vor allem bei Hausärzten auf dem Land.

Auf diesen hatte zuvor Cornelia Roßdeutscher hingewiesen. „Ich habe das Gefühl, ich gehöre zu einer aussterbenden Art“, sagte die Landärztin aus Droyßig in Sachsen-Anhalt. Dabei gehe es nicht um sie, sondern ein generelles Problem ländlicher Regionen, dass man dort auf einen „dramatischen Ärztemangel, insbesondere Hausärztemangel“ zusteuere. Roßdeutscher zufolge seien in Sachsen-Anhalt 130 Stellen nicht besetzt und damit Patienten nicht versorgt. Die Prognosen gingen von einer dramatischen Zuspitzung aus.

Merkel betonte, das Problem sei ihr „mehr als bekannt“. Man habe diverse Weichen gestellt. Zum einen würden Medizinstudierende nicht mehr nur anhand der Abiturnote ausgewählt. Wenn junge Menschen sich verpflichteten, später als Landarzt zu arbeiten, könne man auch mit einem schlechteren Notendurchschnitt Medizin studieren, erklärte sie. Es gehe darum die Menschen zu finden, die den Willen hätten, „wirklich praktischer Arzt zu werden“.

Darüber hinaus wollten viele Frauen und auch Männer nicht mehr die Last einer Praxis tragen. „Dass ich für alles verantwortlich bin, 24 Stunden rund um die Uhr, als Hausarzt insbeson­dere“, sagte Merkel. Sie sprach sich für mehr Medizinische Versorgungs­zentren (MVZ) aus. Kommunen seien gefragt, Ärzte anzustellen. „Wir müssen ein bisschen variabler werden“, so Merkel. Wenn jemand selbstständiger Arzt sein wolle, sei das gut. Aber wenn drei Frauen sich die Versorgung der Patienten teilen wollten, warum sollte eine Gemeinde dann nicht auch so ein Arztzentrum anbieten, fragte sie.

Merkel betonte auch, dass ambulante und stationäre Versorgung stärker zusammen­gebracht werden müssten. Dort müssten die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Zudem seien Strukturen wie etwa von Gemeindeschwestern auszubauen, „damit nicht alles auf den Ärzten lastet“.

Pflege erneut Thema

In Bezug auf Probleme in der Pflege wiederholte Merkel teils Positionen, die sie bereits in der ARD-Sendung Wahlarena geäußert hatte. Die Bundesregierung habe in den vergangenen vier Jahren einiges auf den Weg gebracht, erklärte sie. Zum Beispiel seien die Leistungen für Demenzkranke verbessert worden. Auch habe man die Ausstattung für häusliche und ambulante Pflege verbessert sowie Betreuungskräfte eingeführt.

Die CDU-Chefin betonte zugleich, dass die Menschen heute immer länger zu Hause bleiben könnten. Wer in die Heime komme, sei zumeist „sehr viel pflegebedürftiger“. Auf den Pflegern laste somit mehr Arbeit. Merkel bekräftigte nochmals, der Beruf müsse attraktiver gemacht werden, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Dazu gehöre, dass die Pflegeausbildung künftig nicht mehr bezahlt werden müsse. „Das war ja absurd, dass man dafür noch Schulgeld bezahlen musste. Und auch, dass es ab 2020 eine Ausbildungsvergütung für diesen Beruf geben wird", erklärte Merkel.

Sie zeigte sich zuversichtlich, dass auch die generalistische Ausbildung in den Pflegeberufen Wirkung haben wird. Die Reform werde dazu führen, dass sich die Gehälter von Krankenpflegern im Krankenhaus und im Altenheim angleichen würden, sagte sie. Ein Altenpfleger aus Paderborn hatte Merkel zuvor in der Sendung gefragt, was Merkel gegen die Probleme in der Pflege tun wolle. Seiner Meinung nach brauche es Mindestpersonalmengen, bessere Arbeitszeiten und mehr Lohn, um die Attraktivität des Berufs zu steigern. © may/aerzteblatt.de

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jpink
am Dienstag, 19. September 2017, 11:38

Ein Bild sagt mehr als 1000 und eine Nacht in DEUTSCH-Land

Danke, Ärzteblatt, für das Eingangsbild.

In Polen sagt man "Dumm wie ein Deutscher". Und wenn man dieses alberne demokratische "Mehrheitsprinzip" anwendet, scheint mir diese Verallgemeinerung auch rechtmäßig zu sein. Wenn ich gesellschaftliche Probleme lösen möchte, mache ich mich jedenfalls selbst an die Arbeit, das beginnt in meinem Umfeld. Das große Ganze hängt von jedem Einzelnen ab und seinen Entscheidungen, die am besten nach bestem Wissen und Gewissen sind. Und dank Internet kann man heute ziemlich viel vom Entscheidenden abseits der getürkten Nachrichten (Neudeutsch: Fake News) wissen.

Jedenfalls würde ich nie jemanden nach Lösungen fragen, der illegale (und allemal illegitime) Finanztempel-Rettungen mit Steuergeldern als alternativlos ansieht, hingegen unseren Rentnern Pfandflaschensammeln als Alternative zur Existenzsicherung zumutet, Siedlungspolitik (Genozid) betreibt unter eklatanten Rechtsbrüchen (u.a. schwerster Verstoß nach Völkerstrafrecht), etc. und ein Fluchtdomizil in Paraguay (oder war es auch Chile?) eingerichtet haben soll (warum eigentlich?).

Daß dieser Pfleger unter beklagenswerten Umständen arbeitet, ist ihm demnach angemessen und nur gerecht.


Der sogenannte Verfassungsschutz wird ja von mir beobachtet. Und da fragte ich mitunter bei diversen Zweigstellen der BRD-Schlapphut-GmbH an, ob sie denn das Grundgesetz schützten, das uns von Zwielichtigen und Zwielichtiginnen als Verfassung untergeschoben wird und ob sie mir das denn auch rechtsverbindlich erklären mögen...--- Machen die nicht.

Offenbar existiert keine völkerrechtliche Verfassung der BRD, das GG ist vielleicht eine Art AGB? Es ist alles kein Geheimnis, es steht überall, es wird immer wieder gesagt und bei Zweifel kann man auch nachfragen, und sie lügen einen nicht an. Sie salbadern manchmal durch die Blume, aber man kann es erfassen, was sie meinen.

Aber was ist mit der Masse der Deutschen los, die sich ihre Heimat unter den Vierbuchstaben wegziehen lassen, als Zinsklaven bis zur Erschöpfung auf die Rolle gehen, ihre irdische Existenz wertelos machen lassen und mehr und mehr als Kunden bei den Jobcentern auflaufen, um beschäftigt zu werden? Das begreife ich nicht. Ich schwanke zwischen Abscheu, Fassungslosigkeit und auch Faszination, Mitleid fehlt. "Dumm wie ein Deutscher" als die allumfassende Losung zum Verständnis der Situation?

Ich möchte das geflügelte Wort satirisch präzisieren: Dumm wie ein DEUTSCHer/In.

Das war grobe Satire und ist spätestens hiermit als solche kenntlich gemacht. ;-)
simplicissimus500
am Montag, 18. September 2017, 23:52

Es reicht nicht, Frau Merkel,

dass Sie "Dankeschön" sagen. Handeln hätten Sie müssen, in Ihrer 12jährigen Amtszeit. Und, verdammt noch mal, Frau Merkel, hören Sie auf, uns besoffen zu reden.
simplicissimus500
am Montag, 18. September 2017, 23:39

Merkel betonte, das Problem sei ihr „mehr als bekannt“.

Ach nein Frau Merkel, ist ja nicht zu glauben. Wenn das so ist, warum hat sie dann 12 Jahre nicht gehandelt? Machiavelli hat den Politikern empfohlen, allen das zu versprechen, was sie sich am sehnlichsten wünschen. Und was hat Merkel einmal gesagt? Dass man doch von ihr nicht erwarten könne, dass das, was sie vor der Wahl versprochen habe, nach der Wahl noch Gültigkeit habe. Wir haben verstanden Frau Merkel. Sie haben bei Machiavelli die Gebrauchsanleitung fürs Volk gelesen. Sollten wir auch tun. Der Beitrag darüber, der bei Wikipedia steht, reicht vollkommen aus, um zu wissen, wie das funktioniert. Aber wen sollen wir denn wählen? Was für ein Dilemma. Vielleicht sollten wir alle mal hören, was uns die derzeit klügste Politikerin zu sagen hat, die wir haben. Ich wäre stolz auf dieses Land, wenn sie unsere nächste Kanzlerin würde. Dazu müsste das Volk jedoch gebildet werden. Aber wir werden ja nicht einmal vernünftig ausgebildet. Natürlich nicht. Je gebildeter wir sind, um so schwieriger ist es, uns nach belieben zu handhaben. Nun ja, wir wollen es nicht anders, sonst würden wir anders wählen.

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