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Ärzteschaft

Psychische Krankheiten am Arbeitsplatz erkennen und bekämpfen

Montag, 18. September 2017

München – Angesichts der steigenden Anzahl psychischer Erkrankungen hat die ehemalige Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Rita Süßmuth eine bessere Vernetzung von Betriebsärzten, Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiatern gefordert. Nur so könnten die häufigsten Ursachen für langanhaltende Erwerbslosigkeit und Frühverren­tung bekämpft und Präventionsmaßnahmen für psychische Erkrankungen verbessert werden.

Laut TK-Gesundheitsreport 2016 ist die Zahl psychischer Erkrankungen in den vergan­genen 15 Jahren um 90 Prozent gestiegen. „Dies ist seit Jahren die auffälligste Ent­wicklung der Kennziffern der Krankenkassen und in höchstem Maße besorgnis­erre­gend“, warnte die ehemalige Ministerin in einem Artikel der Zeitschrift Arbeits­medizin, Sozialmedizin und Umweltmedizin (ASU). In ihrem Beitrag kritisierte Süßmuth die anhaltende Diskriminierung psychisch Kranker und lobte in diesem Zusammenhang die aufklärende Arbeit des Aktionsbündnisses für Seelische Gesundheit.

„Um eine psychische Erkrankung, gleich welcher Form, rechtzeitig und erfolgreich zu verhindern, bedarf es einer deutschlandweiten, flächendeckenden Versorgung“, betonte sie. Integrierte Versorgungsnetze in Betrieben sowie eine nahtlose Kommunikation zwischen Betriebsarzt sowie ambulanter oder stationärer Behandlung könnten maß­geblich zu einer besseren Versorgung beitragen.

Der Betrieb sei der beste Ort, um eine psychische Störung frühzeitig zu erkennen und präventiv eingreifen zu können. Dazu gelte es jedoch, vor Ort entsprechende Kompe­tenzen aufzubauen. „Nur durch profes­sio­nelles und gesundheitsförderndes Führungs­verhalten lassen sich krankmachende Strukturen beheben“, ist Süßmuth überzeugt. © hil/sb/aerzteblatt.de

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