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Hochschulen

Neue Forschernetzwerke in Köln

Mittwoch, 20. September 2017

Köln – Die Universität zu Köln fördert den Aufbau von neuen Forschernetzwerken. Mit ihrem internen Förderprogramm „UoC Forum“ unterstützt die Hochschule vier Projekte mit jeweils bis zu 100.000 Euro jährlich für die Dauer von zwei Jahren. Zwei der Projekte beziehen sich auf medizinische Fragestellungen.

Entscheidungen zu treffen ist ein Prozess, bei dem verschiedene Gehirnregionen aktiv sind und sich untereinander koordinieren müssen. Das Projekt „From Structure to function: sensory processing and decision in full-scale cortical network models“ geht der Frage nach, wie diese Koordination im neuronalen Netzwerk abläuft.

Die Wissenschaftler wollen dazu unter anderem Neuroanatomie mit statistischer Datenanalyse verknüpfen. Ziel ist, ein neuartiges Hirnmodell zu entwickeln, das einerseits die Biologie des Hirns anatomisch realitätsgetreu wiedergibt und andererseits in der Lage ist, eine Entscheidungsaufgabe alleine zu lösen. Leiter der Gruppe ist der Neuroinformatiker Martin Nawrot.

Im Rahmen des zweiten Projektes „Neurodegeneration Forecast – Computational Brainsphere Model for Simulation of Alzheimer‘s Disease“ wollen die Forscher um
Angela Kunoth, Alexander Drzezga und Yaping Shao die Ausbreitung von Amyloid-Protein und dem Tau-Protein im Gehirn bei Alzheimer-Demenz genauer bestimmen. Durch ein computergestütztes Modell wollen sie den Krankheitsverlauf simulieren, um diesen möglicherweise vorhersagen zu können.

Das Modell soll dazu beitragen, die Alzheimer-Demenz zukünftig besser zu erkennen, Aussagen zur Prognose zu machen und Möglichkeiten zur besseren Therapiekontrolle zu entwickeln. Eine Besonderheit des Projekts ist der neuartige Ansatz, mathematische Konzepte unter anderem aus der Meteorologie auf die Ausbreitung von erkrankten Strukturen im Gehirn zu übertragen. © hil/aerzteblatt.de

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