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Ärzteschaft

Honorarverhandlungen in Westfalen-Lippe gescheitert

Montag, 18. September 2017

Dortmund – Die Honorarverhandlungen in Westfalen-Lippe für das Jahr 2017 sind vorerst gescheitert. Man habe sich bei der Konvergenz nicht mit den Krankenkassen verständigen können, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit. Daher habe man heute die Schiedsstelle angerufen.

Konkret sind die seit Mai geführten Verhandlungen abgebrochen worden, weil „keine Einigung über die einmalige basiswirksame Erhöhung des Aufsatzwertes“ im Sinne des Sozialgesetzbuches (Paragraph 87a, Absatz 4a) „als Grundlage der Gesamtvergütungs­vereinbarung für das Jahr 2017“ erzielt worden sei, schreibt die KVWL.

Der Gesetzgeber hatte festgelegt, dass in diesem Jahr eine einmalige Angleichung der Honorare der niedergelassenen Vertragsärzte in den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) erfolgen soll, die bislang unter dem Bundesdurchschnitt der mordbiditäts­orientierten Gesamtvergütung je Versicherten liegen. Darüber sollen die KVen und die Krankenkassen verhandeln.

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Über dieses Details hätten sich KVWL und Kassen trotz konstruktiver Gespräche und Einigkeit in allen anderen Verhandlungspunkten nicht verständigen können, sagte ein KVWL-Sprecher auf Nachfrage des Deutschen Ärzteblattes. Die Positionen von Kassen und KVWL hätten „weit auseinandergelegen“. Daher habe man nun die Schiedsstelle angerufen. Wann diese über die Konvergenzfrage entscheiden wird, ist offen.

© may/EB/aerzteblatt.de

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