NewsVermischtesDeutsche mit dem Gesundheitssystem zufrieden
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Deutsche mit dem Gesundheitssystem zufrieden

Donnerstag, 21. September 2017

Frankfurt – Drei Viertel der Deutschen sind mit ihrer medizinischen Versorgung zufrieden. Das hat eine Befragung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewater­houseCoopers (PwC) unter 1.000 Bundesbürgern ergeben. Unter den privat Versicherten lag der Anteil sogar bei fast 90 Prozent.

„Die Ergebnisse unserer Studie belegen, dass Patienten nach wie vor hohes Vertrauen in das deutsche Gesundheitssystem haben“, sagte Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswesen und Pharma bei PwC in Deutschland. Dennoch zeige die Befragung, dass die Versicherten klar die Probleme des Gesundheitssystems sehen – wie etwa lange Wartezeiten auf Facharzttermine, medizinische Unterversorgung in ländlichen Regionen und Fachkräftemangel bei Ärzten und Pflegern.

Schlechte Noten für Fachärzte

„Diesen Herausforderungen muss sich der Gesundheitssektor dringend stellen“, so Burkhart. Zudem ist ein Drittel der Befragten unzufrieden mit der Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und anderen Leistungserbringern. Sie könnte nach ihrer Einschätzung reibungsloser verlaufen.

Anzeige

Darüber hinaus unterstrich die Befragung die zentrale Rolle der Hausärzte. Mit dem Zugang zu ihren Leistungen – in puncto Wartezeit auf einen Termin und räumliche Nähe – waren 47 Prozent der Teilnehmer „sehr zufrieden“ und 40 Prozent „einiger­maßen zufrieden“. Deutlich kritischer beurteilten die Versicherten den Zugang zu Fachärzten und Krankenhäusern: Mit ihnen sind lediglich 13 beziehungsweise 15 Prozent der Versicherten vollauf einverstanden.

Gleichzeitig ergab die Studie eine hohe Loyalität der Befragen zu den Hausärzten – entsprechend besorgt waren sie um die wohnortnahe Versorgung auf dem Land: 89 Prozent sprachen sich daher für die Landarzt-Quote aus.

Im Bereich Digitalisierung ermittelte PwC, dass sich die Versicherten am ehesten die elektronische Patientenakte vorstellen können (70 Prozent), gefolgt von der Online-Videosprechstunde mit dem Arzt (42 Prozent) und Künstlicher Intelligenz bei der Diagnostik (30 Prozent). © hil/sb/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

11. September 2018
London – Weltweit ist nicht nur der mangelhafte Zugang zu Gesundheitseinrichtungen ein Problem, sondern auch die schlechte Versorgungsqualität in vielen dieser Einrichtungen. Das berichtet ein
Mangelhafte Gesundheitsversorgung weltweit für rund fünf Millionen Todesfälle verantwortlich
7. September 2018
Frankfurt am Main – Ende Oktober wird in Hessen ein neuer Landtag gewählt. Gesundheitspolitik spiele im Wahlkampf bislang nur eine untergeordnete Rolle, obwohl man im Gesundheitswesen „vor großen
TK erstellt Wahlprüfsteine zur Gesundheitspolitik für Landtagswahl in Hessen
3. September 2018
Berlin – Die Ge­sund­heits­mi­nis­ter der Schweiz, Österreichs, Luxemburgs, des Fürstentums Liechtenstein und Deutschlands wollen bei der Nutzung von Big Data im Gesundheitswesen enger zusammenarbeiten.
Deutschsprachige Länder wollen bei Big Data enger zusammenarbeiten
6. August 2018
Frankfurt am Main – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat die Grenzen der Marktwirtschaft bei der Krankenversorgung betont. „Jeder in Deutschland hat Zugang zur medizinischen Versorgung.
Spahn gegen zu viel Markt im Gesundheitswesen
13. Juli 2018
Köln – Der Marburger Bund (MB) Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz hat vor der zunehmenden Industrialisierung des deutschen Gesundheitswesens gewarnt. Seit Einführung der Diagnosis Related Groups
Ärztegewerkschaft kritisiert Industrialisierung der medizinischen Versorgung
20. Juni 2018
Düsseldorf – Bei Behandlungsfehlern sollten Patienten leichter Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche stellen können. Das forderte der nordrhein-westfälische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann
Pfiffe gegen Ge­sund­heits­mi­nis­ter
18. Juni 2018
Magdeburg – Die Linke will im Landtag eine breite Debatte über die Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt anstoßen. Fraktionschef Thomas Lippmann nannte heute unter anderem fehlende Fachkräfte in
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER