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Politik

Inklusion ist gelebte Demokratie

Freitag, 22. September 2017

/dpa

Berlin – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat mehr Anstrengungen für die Inklusion Behinderter gefordert. „Es verträgt sich nicht mit unserer Demokratie, wenn Menschen ausgeschlossen werden. Es widerspricht unserer Vorstellung von einer offenen Gesell­schaft, wenn Menschen im Alltag auf Hürden stoßen, die sie daran hindern, am öffentlichen Leben teilzunehmen“, sagte Steinmeier heute in Berlin.

„Inklusion, das ist gelebte Demokratie“, betonte er laut Redemanuskript bei einer Veranstaltung zum 50-jährigen Bestehen der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe. Inklusion dürfe nicht zum Sparmodell umfunktioniert werden. Das gelte besonders für die Schulen. „Der gemeinsame Unterricht leidet darunter, wenn es an geeigneten Räumen, an barrierefreien Texten oder an gut ausgebildeten Lehrkräften mangelt.“

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Es müsse aber auch mehr über gelungene Inklusion gesprochen werden, sagte Steinmeier. „Natürlich gibt es Schwierigkeiten, natürlich gibt es auch Konflikte“, betonte er. Das sei aber kein Grund, alles schlechtzureden und das Prinzip Inklusion zu verdammen. Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch an allen gesellschaftlichen Aktivitäten teilhaben kann, unabhängig von Alter, Herkunft, Religion oder einer eventuellen Behinderung.

Hintergrund der Äußerungen ist der 50. Geburtstag der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (BAG Selbsthilfe). Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG Selbsthifle, verwies auf wichtige Erfolge. Als jüngstes Beispiel nannte er das Bundesteilhabegesetz. Danner versprach die Selbsthilfe werde auch in Zukunft für die Stärkung der Rechte behinderter und chronisch kranker Menschen eintreten. Hervrozuheben sei zum Beispiel die Barrierefreiheit, die ein wichtiger Faktor sei, wenn es um Selbstbestimmung und Autonomie der betroffenen Menschen gehe.

Der BAG Selbsthilfe sind mehr als eine Million körperlich-, geistig-, sinnesbehinderte und chronisch kranke Menschen angeschlossen, die sowohl auf Bundes- und Landesebene tätig sind als auch auf lokaler Ebene in Selbsthilfegruppen und Vereinen vor Ort. © dpa/may/aerzteblatt.de

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