NewsVermischtesFast 500.000 Bundesbürger glücksspielsüchtig
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Fast 500.000 Bundesbürger glücksspielsüchtig

Montag, 25. September 2017

/Pixelot, stock.adobe.com

Köln – Rund 456.000 Bundesbürger zeigen ein problematisches oder krankhaftes Glücksspielverhalten. Das geht aus einer Befragung unter 16- bis 70-Jährigen hervor, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln veröffentlicht hat. Anlass ist der Bundesweite Aktionstag gegen Glücksspielsucht am 27. September der BZgA und der Landeskoordinierungsstellen zur Prävention von Glücksspielsucht.

„Wer einmal in die Glücksspielsucht geraten ist, kann mit vielen Problemen zu kämpfen haben, zum Beispiel Auseinandersetzungen im Familien- oder Freundeskreis oder mit finanziellen Schwierigkeiten“, erklärte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss. Der Aktionstag rücke diese Problematik einmal im Jahr besonders in den Blick der Öffentlichkeit. Betroffene und Angehörige könnten aber das ganze Jahr über Hilfe erhalten – persön­lich in den Suchtberatungsstellen vor Ort oder auch anonym über die Beratungs­angebote der BZgA, sagte Thaiss.

Anzeige

Darüber hinaus bietet die BZgA Flyer und Broschüren sowie unter www.check-dein-spiel.de einen Selbsttest. Wohnortnahe Hilfsangebote lassen sich anhand einer Suchfunktion finden, für persönliche Fragen stehen Fachleute im Chat zur Verfügung.
Die Angebote der Landeskoordinatoren für Glücksspielsuchtprävention der Bundesländer sind unter www.aktionstag-spielsucht.de abrufbar. Bundesweite telefonische Beratung gibt es unter der kostenlosen Rufnummer 08001372700.

Ein türkischsprachiges Beratungstelefon in Kooperation mit der Landesstelle Glücks­spielsucht in Bayern und der Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht NRW ist unter der kostenlosen Rufnummer 08003264762 geschaltet. Broschüre und Flyer „Wetten, du gibst alles?“ zum Thema Sportwetten sind in Arabisch, Englisch, Polnisch, Russisch und Türkisch aufgelegt. © kna/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

7. November 2018
Berlin – Die Drogenbeauftragte der Regierung, Marlene Mortler (CSU), hat zu einem unverstellten Blick auf die Realität von Suchterkrankungen in Deutschland aufgerufen. „Jeder und jede in diesem Land
Drogenbeauftragte fordert Entstigmatisierung der Suchtkranken
25. Oktober 2018
Osnabrück – Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), fordert die Ministerpräsidenten der Bundesländer auf, sich „endlich auf einen neuen Glücksspielvertrag zu einigen“. Im
Drogenbeauftragte will neuen Glücksspielvertrag der Länder
27. September 2018
Berlin – Die Zahl der Suchtstörungen bei Jugendlichen steigt nach Worten des Ärztlichen Leiters des Deutschen Zentrums für Suchtfragen in Hamburg, Rainer Thomasius. Drei Viertel der Patienten seiner
Zahl der Suchtstörungen bei jungen Menschen steigt
26. September 2018
Köln/Stuttgart – Glücksspiel ist in Deutschland weiterhin verbreitet. Rund 40 Prozent der 16- bis 70-Jährigen geben an, im vergangenen Jahr Glücksspiele gespielt zu haben. Rund eine halbe Million
Neue Medien verändern die Glücksspielsucht
21. September 2018
Karlsruhe – Der landesweit erste Alkoholkonsumraum für Suchtkranke ist heute in Karlsruhe eröffnet worden. In dem „Alkohol Akzeptierenden Aufenthaltsraum“ der Diakonie – so der offizielle Name –
Diakonie eröffnet ersten Alkoholkonsumraum für Suchtkranke
11. September 2018
Ann Arbor – Das Abhängigkeitspotenzial von Benzodiazepinen wird häufig unterschätzt. Nach einer Studie in JAMA Internal Medicine (2018; doi: 10.1001/jamainternmed.2018.2413) erhielt ein Viertel aller
Benzodiazepine: Jede vierte Verordnung bei älteren Menschen führt zur Abhängigkeit
10. September 2018
Hamburg – Experten haben eine mangelnde Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Suchterkrankungen kritisiert. „Es mangelt an jugendspezifischen Versorgungseinrichtungen, an Angeboten zur
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER