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Ärzteschaft

Tierärzte wollen Antibiotikaprobleme mit Humanmedizinern gemeinsam lösen

Montag, 25. September 2017

Dortmund – Das Problem der nachlassenden Wirksamkeit von Antibiotika kann nach Ansicht der Tierärztekammer Westfalen-Lippe nur von Human- und Tiermedizinern zusammen gelöst werden. „Wir brauchen einen Gesamtansatz“, sagte Kammerpräsident Harri Schmitt am Rande des NRW-Tierärztetages in Dort­mund.

Selbst wenn Reserveantibiotika in der Tiermedizin nicht mehr eingesetzt würden, sei das Problem in der Humanmedizin nicht beseitigt. Dort kämen bereits jetzt 60 Prozent Reserveantibiotika zum Einsatz.

In der Landwirtschaft werden laut Tierärztekammer sehr viel alte Antibiotika einge­setzt, allein schon aus Kostengründen. Der Anteil der Reserveantibiotika, die Notfällen vorbehalten sein sollten, betrage weniger als fünf Prozent. Ein völliger Verzicht in der Tiermedizin sei aber nicht vorgesehen. Tierärzte seien sowohl für das Tierwohl als auch einwandfreies Fleisch zuständig, erläuterte er.

Bei der Schweinehaltung sieht Schmitt die Verbraucher gefordert. Es gebe als Alternative zur Kastration die Gabe von Impfstoffen, um einen störenden Beigeschmack beim Fleisch zu verhindern. Schweinehalter hätten aber Angst, dass Verbraucher mit Kaufablehnung auf den Impfstoffeinsatz reagierten. © dpa/aerzteblatt.de

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doc.nemo
am Dienstag, 26. September 2017, 08:23

@Practicus

Ja, Sie haben völlig recht. Aber das "Chlorhühnchen" ist in Deutschland leider ebenso tabu wie "Genmais", "Monsanto" und "Atomkraft". Alles Pfui.
Practicus
am Montag, 25. September 2017, 21:40

Zumindest für Geflügel

existiert schon lange eine sichere Methode, die Verbraucher vor resistenten Keimen aus der Gruppe der Salmonellen und ESBL zuverlässig zu schützen: Das in den USA verpflichtende Bad des geschlachteten Geflügels in Natriumhypochlorit.
Mit dieser Maßnahme ließen sich möglicherweise 90% der durch diese Keime verursachten Infektionen vermeiden... ohne Beeinträchtigung des Geschmacks oder der Gessundheit der Verbraucher

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