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Hochschulen

EU-Förderung für Mainzer Medizinforschung

Montag, 25. September 2017

Mainz – Die Universitätsmedizin Mainz erhält für zwei Projekte insgesamt 1,8 Millio­nen Euro aus dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont 2020“. Erfolgreich in der Förderlinie „Personalised Medicine“ war das Projekt DynaMORE vom Deutschen Resilienz-Zentrum (DRZ) in Mainz. Es zielt darauf ab, ein personalisiertes Computermodell der Resilienz von Menschen zu entwickeln, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden oder Traumatisierungen ausgesetzt waren.

„Die Modell­entwicklung soll einerseits dazu dienen, die Mechanismen von Resilienz zu verstehen. Dann geht es in einem nächsten Schritt darum, ein Tool zu entwickeln, mit dem sich die psychische Widerstandsfähigkeit erhöhen lässt. Letztendlich soll dies klinische Entscheidungshilfen bieten“, erklärte der Koordinator des Projektes, Raffael Kalisch. Unter anderem soll es möglich werden, zum Beispiel über eine zu entwickelnde Smart­phone-App personalisierte Empfehlungen und Trainings zur Stärkung der Resilienz abzugeben.

60 Monate Laufzeit

Das Projekt hat eine Laufzeit von 60 Monaten und wird mit insgesamt rund sechs Millionen Euro gefördert. Die Universitätsmedizin Mainz erhält hiervon eine Million Euro. Weitere beteiligte Partner an DynaMORE sind: die Universitäten von Berlin, Freiburg, Löwen, Nimwegen, Tel Aviv, Warschau, Zürich und das belgisch-nieder­ländische Forschungszentrum IMEC.

Ein zweites Projekt mit dem Namen nTRACK untersucht, wie sich die Stammzell­therapie zur Regeneration von Muskeln einsetzen lässt. An diesem vom Leitat Technological Center (Barcelona) koordinierten Projekt ist Volker Mailänder, Arbeits­gruppenleiter des Forschungszentrums für Immuntherapie (FZI) der Johannes-Guten­berg-Universität Mainz und des Forschungsschwerpunkt BiomaTICS – Biomaterials, Tissues and Cells in Science der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, beteiligt.

„Das Projekt hat zum Ziel, mittels Kombinations-Nanopartikeln, die als Kontrastmittel für bildgebende Verfahren dienen, das Verhalten der Stammzellen im Gewebe darzustellen. Somit sollen frühzeitig erfolgreiche von nicht erfolgreichen Stammzell­gaben unterschieden werden können. Letztlich geht es darum, Dosisanpassungen oder speziell gezüchtete Stammzellen für einen möglichst großen Therapieerfolg für den Patienten zu bestimmen“, erklärte Mailänder.

nTRACK hat eine Laufzeit von 48 Monaten und wird mit rund sieben Millionen Euro gefördert. Davon gehen rund 630.000 Euro an die Universitätsmedizin Mainz. © hil/aerzteblatt.de

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