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Griechenland: Patienten bezahlen ein Drittel der Gesundheitsausgaben selbst

Montag, 25. September 2017

Athen – In Griechenland haben die Patienten 2014 mehr als ein Drittel der Gesund­heitsausgaben aus eigener Tasche bezahlt. 59,1 Prozent der Gesundheitsausgaben beglich die Sozialversicherung und für 3,7 Prozent kamen private Versicherungs­unternehmen auf. Das geht aus der jüngsten Studie der Wirtschaftsprüfungs­gesellschaft Deloitte hervor.

Im Vergleich dazu lag im selben Zeitraum der Ausgabenanteil der staatlichen oder beitragsfinanzierten Versicherungssysteme an den laufenden Gesundheitsausgaben in der Slowakei, den Niederlanden, Luxemburg, Schweden, der Tschechischen Republik und Dänemark bei mehr als 80 Prozent, wie aus Daten der europäischen Statistikbe­hörde Eurostat hervorgeht. In Deutschland war der Anteil der gesetzlichen Krankenver­sicherung an den gesamten Gesundheitsausgaben mit 84,6 Prozent mit am höchsten, nur noch übertroffen von Island und Norwegen mit jeweils 85 Prozent.

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2010 belief sich in Griechenland die öffentliche Finanzierung für Gesundheits­leistungen noch auf 15,58 Milliarden Euro, 2014 waren es nur noch 8,7 Milliarden Euro. Der private Gesundheitssektor war weniger von solchen Einbrüchen betroffen. Die privaten Gesundheitsausgaben sanken von 6,6 Milliarden Euro 2010 auf 5,7 Milliarden Euro 2014.

Derzeit gibt es in Griechenland 283 staatliche und private Krankenhäuser mit rund 45.900 Betten. Die Mehrzahl befindet sich in Athen. Die Zahl der privaten Kranken­häuser ging Deloitte zufolge zwischen 2012 und 2015 um rund sechs Prozent zurück. Die Statistiker machen für die rückläufige Zahl der Privatkliniken Fusionen sowie Rabatte und Rückvergütungen an den Staat verantwortlich, die die Einnahmen der Krankenhäuser schrumpfen ließen. Dennoch wächst Experten zufolge das Interesse ausländischer Investoren am privaten Krankenhaussektor.

Der größte Anteil der Gesundheitsausgaben entfiel 2014 mit bis zu 40 Prozent auf Arzneimittel und Medizinprodukte, ein Wert, der nur geringfügig über dem europäischen Durchschnitt lag. © fs/aerzteblatt.de

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