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Ärzteschaft

Leitlinie zu Herzklappen­erkrankungen stärkt interdisziplinäre Herzteams

Dienstag, 26. September 2017

/flairimages, stock.adobe.com

Berlin – Die Bedeutung eines interdisziplinären Austauschs und der Zusammenarbeit über die Fächergrenzen hinweg betont die aktualisierte Leitlinie „Management of valvular heart disease“ der European Association for Cardio-Thoracic Surgery (EACTS) und der European Society of Cardiology (ESC). Darauf hat die Deutsche Gesell­schaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) hingewiesen.

Die Leitlinie gibt für die Betreuung der Patienten in Herzteams eine Klasse-I-Empfehlung – die Teams aus Herzchirurgen, Kardiologen und Anästhesisten seien „klar indiziert“. Bestmögliche Patientensicherheit soll danach durch die Zusam­menarbeit im qualifizierten, multiprofessionellen und interdisziplinär arbeitenden Fachärzte-Team erreicht werden. „Wir befürworten ausdrücklich, wie schon in der Vergangenheit, die Arbeit im Herzteam. Sie ist ein wichtiges Kriterium für die best­mögliche Patientenversorgung“, erklärte der Präsident der Fachgesellschaft, Wolfgang Harringer.

Herzteams sind in Deutschland gemäß der Richtlinie des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) für minimalinvasive Herzklappeninterventionen verpflichtend vorge­sehen. Die aktualisierte Leitlinie der ESC/EACTS empfiehlt zudem den Auf- und Ausbau von „heart valve centres“, also von spezialisierten Zentren zur Behandlung von Herz­klappenerkrankungen.

Die Leitlinie spricht sich außerdem dafür aus, Patienten intensiver bei der medizini­schen Entscheidungsfindung einzubeziehen. „Für uns gilt, dass die adäquate, fach­gebietsübergreifende und für jeden Patienten verständliche Aufklärung im ausführ­lichen Gespräch absolute Voraussetzung für alle weiteren medizinischen Entschei­dungen ist“, betonte Harringer. © hil/aerzteblatt.de

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