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In Heidelberg betreuen Medizinstudierende Patienten auf neuer Lehrstation

Dienstag, 26. September 2017

Heidelberg – Reale Patienten unter enger Aufsicht selbst betreuen – das können Medizinstudierende auf der neuen „Heidelberger Interprofessionellen Ausbildungs­station (HIPSTA)“ an der chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg. Sie arbeiten auf der Station mit Gesundheits- und Krankenpflegern im dritten Ausbildungsjahr zusammen. Betreut werden sie von Lehrbeauftragen der Chirurgie und Praxisanleitern der Pflege.

„Wir sind alle begeistert, wie gut HIPSTA funktioniert, was unsere Studierenden und Pflegeschüler alles können, mit wie viel Eigeninitiative und Engagement sie sich dieser Aufgabe stellen und wie gut sie zusammenarbeiten“, sagte André Mihaljevic, Lehr­beauftragter an der chirurgischen Universitätsklinik. Das Projekt wird von der Robert Bosch Stiftung im Rahmen des Programms „Operation Team – Interprofessionelle Fortbildungen in den Gesundheitsberufen“ zwei Jahre lang mit über 80.000 Euro gefördert.

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Die Idee zur Lehrstation kam von Studierenden, die das interprofessionelle Praxis­training während eines Auslandsemesters im Rahmen des Erasmus-Förderprogramms der Europäischen Union in Kopenhagen kennengelernt hatten. HIPSTA ist ein gemeinsames Lehrangebot von medizinischer Fakultät, Akademie für Gesundheits­berufe und Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie.

„Als Super­visor bei Visiten und Teambesprechungen bin ich meistens nur Zuschauer. Bisher wurde alles, was an Problemen aufgetaucht ist, von den Teilnehmern selbst­ständig gemanagt“, berichtet Mihaljevic. Nicht zuletzt ernteten die Jungmediziner und Nachwuchs­pflegekräfte sehr viel Lob und Zuspruch von den Patienten. „Die Patienten werden nicht speziell vorbereitet oder ausgewählt. Trotzdem haben wir bisher nur sehr positive Rückmeldungen erhalten, Klagen gab es überhaupt nicht“, sagt Birgit Trierweiler-Hauke, Stationsleitung in der chirurgischen Klinik.

HIPSTA umfasst zwei Dreibett-Zimmer der allgemein- und viszeralchirurgischen Station. Jeweils zwei Studierende/Pflegeschüler-Paare betreuen ein Zimmer in zwei Schichten. Das gesamte Spektrum allgemeinchirurgischer Behandlungen ist vertreten, lediglich Patienten mit multiresistenten Keimen sind ausgenommen und Patienten nach Transplantation werden nur in Ausnahmefällen auf die Lehrstation verlegt. © hil/aerzteblatt.de

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