NewsÄrzteschaftÄrzte und Apotheker wollen Chancen der Digitalisierung gemeinsam nutzen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Ärzte und Apotheker wollen Chancen der Digitalisierung gemeinsam nutzen

Donnerstag, 28. September 2017

Berlin – Für die elektronische Patientenakte (ePA) sind deutschlandweit einheitliche Standards und Schnittstellen erforderlich. Diese Position vertreten Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, wie aus einer von beiden Organisationen unterzeichneten Absichtserklärung (Letter of Intent) hervorgeht.

Aus Sicht von KBV und ABDA müssen die gebündelten Kompetenzen und das Know-how von Ärzten und Apothekern in die Erarbeitung der Standards und Schnittstellen einfließen. „KBV und ABDA sind gemeinsam der Auffassung, dass die Heilberufler eine führende Rolle bei der Konzeption und Umsetzung der ePA spielen sollen“, heißt es in dem Letter of Intent. Persönliche elektronische Gesundheitsakten auf Basis von § 68 SGB V können laut ABDA und KBV zudem eine sinnvolle Ergänzung des elektronischen Patientenfaches der elektronischen Gesundheitskarte darstellen.

Anzeige

In dem Letter of Intent sprechen sich beide Verbände für die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) als wichtige Basis für die voranschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen aus. Gleichzeitig fordern sie, dass neue Technologien in die Weiterentwicklung der TI einfließen sollen.

„Die Digitalisierung bietet sinnvoll eingesetzt viele Chancen. Uns ist es wichtig, diesen Prozess wohl bedacht zu gestalten und die Kompetenz der Ärzte und Apotheker einzubringen“, erklärte Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV. „E-Health darf nicht nur ein Schlagwort sein, sondern muss die Heilberufe unterstützen und Nutzen für die Patienten stiften. Ärzte und Apotheker wollen deshalb die Zukunft gemeinsam gestalten“, sagte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt.

KBV und ABDA setzten sich mit der Erklärung zudem für den Ausbau der intersektoralen Kommunikation zwischen den Leistungserbringern ein. Beide „sind sich einig, dass es schnellstmöglich zu einer verbesserten, sicheren direkten elektronischen Kommunikation zwischen Heilberuflern kommen muss, damit die Arznei­mittel­therapie­sicherheit gerade im Falle von Polymedikation verbessert wird“, heißt es. Der bundesweite Medikationsplan sei nur ein erster Schritt und nicht ausreichend. © may/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #84314
hhhw_schmidt
am Donnerstag, 28. September 2017, 20:05

Wie wär's mal als erstes mit dem digitalen Rezept?

Hätte nur Vorteile. Kein Vertun mehr beim Ausstellen des Rezepts. Keine Fälschungen. Perfekte Transparenz zum Verschreibungsverhalten einzelner Ärzte. In NL sind Papierrezepte verboten; in D muss es noch immer Papier sein. Im 21. Jahrhundert. Das wär doch mal ein einfach kopierbares, bewährtes Projekt.
LNS

Nachrichten zum Thema

10. August 2020
Düsseldorf – Seit einiger Zeit läuft in der Region Westfalen-Lippe ein Feldtest für zwei wichtige Anwendungen der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI). Rund 70 Arztpraxen, eine Notfallpraxis, einige Apotheken
Not­fall­daten­satz und elektronischer Medikationsplan im Feldtest
6. August 2020
Berlin – Rund die Hälfte aller Coronatestlabore in Deutschland sind aktuell vollständig digital angebunden und können Coronatests vom Scan des Auftragsformulars bis zur Übermittlung der Daten an die
Hälfte der Labore kann Daten an Corona-Warn-App übermitteln
5. August 2020
Berlin – In wenigen Wochen soll die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) für weitere Anwendergruppen nutzbar gemacht werden. Wie die Gematik heute mitteilte, sollen berechtigte Organisationen und Institutionen
Tele­ma­tik­infra­struk­tur: Gematik kündigt weitere Zugangsmöglichkeiten an
5. August 2020
Stuttgart – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Baden-Württemberg hat ein positives Fazit ihres telemedizinischen Modellprojekts „Docdirekt“ gezogen. „Wir haben als Leuchtturmprojekt begonnen und
Telemedizinisches Modellprojekt „Docdirekt“ hat sich bewährt
4. August 2020
Berlin – Die deutsche Corona-Warn-App soll in Kürze in weiteren fünf Sprachen zur Verfügung stehen. „Die Versionen Arabisch, Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch und Russisch sind derzeit in der
Corona-Warn-App kommt in fünf weiteren Sprachen
4. August 2020
Berlin – Sechs Verbände aus dem Gesundheits- und Sozialwesen haben sich zusammengeschlossen, um die Digitalisierung in der Pflege voranzubringen. In einem Grundsatzpapier benennt das Bündnis vier
Digitalisierung in der Pflege: Verbändebündnis fordert nationalen Strategieplan
31. Juli 2020
Bonn/Walldorf – Die Deutsche Telekom und SAP sollen für die EU-Kommission eine Plattform bauen, die Corona-Warn-Apps verschiedener Staaten miteinander vernetzt. Man könne bestätigen, dass der Auftrag
VG WortLNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER