Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Studie zu Altersdepressionen erhält Millionenförderung

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Köln/Tübingen – Mit rund 1,9 Millionen Euro unterstützt das Bundesforschungs­ministerium eine Studie zur Psychotherapie bei Altersdepressionen. Das hat Frank Jessen, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Köln und Mitkoordinator der Studie, mitgeteilt. An der Untersuchung sind sieben Zentren in Deutschland beteiligt. Dabei werden 248 Personen über jeweils acht Wochen mit einer spezifisch für die Altersdepression entwickelten verhaltenstherapeutischen Therapie behandelt.

Die Depression im höheren Lebensalter sei eine schwerwiegende – bisweilen lebensgefährliche und zunehmende psychische Erkrankung, so die Wissenschaftler. Konzepte für eine psychotherapeutische Behandlung alter Menschen lägen zwar vor, seien bisher aber nur unzureichend in klinischen Studien geprüft worden, so Jessen.

„Da medikamentöse antidepressive Therapien im höheren Alter häufig auf Grund von Gegenanzeigen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten nur begrenzt eingesetzt werden können und auch in ihrer Wirksamkeit schwächer sind als im jüngeren Lebensalter, wären nachgewiesen wirksame psychotherapeutische Strategien zur Behandlung der Altersdepression von großem Wert“, erläuterte der Mediziner.

Nach einer Studie der Welt­gesund­heits­organi­sation WHO waren 2015 rund 322 Millionen Menschen von Depressionen betroffen – 4,4 Prozent der Weltbevölkerung. Das waren um rund 18 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Der Anstieg geht nach Expertenangaben vor allem auf das Bevölkerungswachstum und die längere Lebenserwartung zurück; ältere Menschen werden häufiger depressiv.

© kna/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

27.10.17
Versorgung depressiver Patienten in der Hausarztpraxis
Köln – Bei der Versorgung depressiver Patienten in der Hausarztpraxis sind noch Defizite zu verzeichnen. Geht man von den selbstberichteten Beschwerden in einem Patientenfragebogen (Depression......
10.10.17
Krankenhaus will mit Plakaten für psychische Erkrankungen sensibilisieren
Ansbach – Depression, Burnout, Sucht, Essstörung. Mit einer eher ungewöhnlichen Plakat-Kampagne machen die Bezirkskliniken Mittelfranken auf psychische Erkrankungen aufmerksam. Krankheiten der Psyche......
22.09.17
Onlineprogramme sollten bei psychischen Erkrankungen stärker genutzt werden
Leipzig – Forscher wollen den Einsatz von Onlineprogrammen bei psychischen Erkrankungen beschleunigen. Während Depressionen und andere psychische Erkrankungen inzwischen häufiger als früher erkannt......
06.09.17
Depressionspatienten sollten bei Lebensveränderungen vorsorglich Hilfe suchen
München – Patienten, die in ihrem Leben bereits eine oder mehrere depressive Episoden erlebt haben, sollten bei Lebensveränderungen wie einer Arbeitsplatzkündigung vorsorglich mit ihrem Arzt oder......
08.08.17
Fotos auf Instagram verraten, ob User depressiv sind
Cambridge – Ein Allgemeinarzt liegt Studien zufolge bei der Diagnose Depression in etwa 42 Prozent der Fälle richtig. Eine bessere Trefferquote soll ein Computerprogramm haben, dass Fotos von......
31.07.17
Depressionen wirken sich bei Jungen und Mädchen unterschiedlich aus
Cambridge – Über die unterschiedliche Ausprägung von Depressionen bei Jungen und Mädchen berichtet eine Arbeitsgruppe der University of Cambridge unter der Leitung von Jie-Yu Chuang. Die......
28.07.17
Frühgeborene: Erhöhtes Risiko für Angststörungen und Depressionen widerlegt
Bochum – Kinder, die sehr früh oder mit einem niedrigen Geburtsgewicht geboren werden, leiden nicht grundsätzlich häufiger an Angst- und affektiven Störungen als reif geborene Kinder. Zu diesem......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige