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Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin in Nordrhein nimmt Arbeit auf

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Düsseldorf – Das Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Nordrhein (KW Nordrhein) hat mit einem Gründungstreffen seine Arbeit an der Universität Duisburg-Essen (UDE) aufgenommen. Das längerfristig angelegte Programm des Zentrums steht unter dem Slogan „Fit für die Praxis“.

„Das Kompetenzzentrum ist ein modernes Personalentwicklungsprogramm. Wir machen Mut zur Hausarztmedizin durch praxisrelevante Trainings, Kontakt mit Rollenvorbildern und fördern die persönliche Entwicklung“, erklärte Birgitta Weltermann vom Institut für Allgemeinmedizin der UDE, die das KW Nordrhein als Sprecherin der fünf Universitäten vertritt.

Oft unbegründete Ängste

Das Zentrum soll künftig Ärzte, die den Facharzt für Allgemeinmedizin anstreben, über spezielle Weiterbildungsangebote fördern. „Diese neuen Maßnahmen ergänzen die etablierten Weiterbildungen in Kliniken und Praxen“, so Bernd Zimmer, Hausarzt und Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein. Die Teilnehmer können dabei auch das sogenannte SkillsLab und das Simulations-Patienten-Programm an der Universität nutzen. 

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Außerdem sollen hausärztliche Mentoren und Niederlassungsberater die jungen Ärzte unterstützen, um die Schwelle zur ambulanten Tätigkeit als Hausarzt und zur Niederlassung in einer Praxis zu senken. „Oft sind es unbegründete Ängste, die junge Ärzte davor zurückschrecken lassen, eine Hausarztpraxis zu übernehmen, da setzen wir aktiv an“, erläuterte Carsten König, stellvertretender Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein und selbst Hausarzt.

Das Angebot für junge Ärzte begleite sie vom Beginn der Weiterbildung bis zu Facharztqualifikation. „Dabei richten wir uns auch an angehende Hausärzte, die aktuell in Klinikrotationen weitergebildet werden“, so Thorsten Ganse, Referatsleiter der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen. 

Träger des neuen Zentrum sind die Ärztekammer und die KV Nordrhein, die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen und die fünf Landesuniversitäten in Düsseldorf, Bonn, Köln, Aachen und Duisburg-Essen. © hil/aerzteblatt.de

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Claas Hüttenrauch
am Donnerstag, 5. Oktober 2017, 22:44

Ich hätte Ihnen gerne mal erzählt, warum ich als Hausarzt aus Essen weggegangen bin...

Der ortsansässige Kollege Hill beschreibt es aber treffend mit seinen Worten:

"...Alle neuen Wortschöpfungen ändern nichts an der Realität einer miserablen Versorgungssituation, die bedingt ist durch Missachtung, Minderbezahlung, Medienschelte durch Politik und Kassen.
Jetzt mischen sich sogar die Bestatter ein, die Dank einer prosperierenden Sterbequote nicht am Hungertuch nagen.
Es gibt kein Programm und kein Skillslab der Welt, welches die wahren Ursachen einer von langer Hand geplanten Absicht noch real bekämpfen kann, um diesem vor Jahren schon prognostizierten Mangel entgegen zu halten.
Es gibt daher auch keine "unbegründete Ängste" sondern nur begründete, eine Hausarztpraxis zu gründen, wenn der Trend zum MVZ geht.
Ehrlichkeit in der Aufklärung des aktuellen Zustandes in der BRDDR ist die eine Sache, eine aktive Kampfansage an die Verantwortlichen für diese Misere eine Andere.
Wenn man es ernst meint..."

Der ÄND berichtet noch ergänzend:
"...Finanziert wird das Projekt aus dem Förderprogramm für die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin, dass 2015 mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz aufgelegt wurde..."

Auf gut deutsch kann man die ganze Veranstaltung auch "Trittbrettfahrer-Verhalten der Beteiligten" nennen.
MfG aus der Diaspora an die Kollegen in Essen!
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