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Politik

Mehr Krankenhausgeburten, weniger Kaiserschnitte

Mittwoch, 4. Oktober 2017

/Gordon Grand, stock.adobe.com

Wiesbaden – Die Zahl der Krankenhausentbindungen in Deutschland ist weiter gestiegen, die Zahl der Kaiserschnitt ist zurückgegangen. Das ist aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zu entnehmen.

Demnach gab es im vergangenen Jahr 761.777 Geburten im Krankenhaus. Das waren 6,3 Prozent mehr als 2015 und bedeutete den fünften Anstieg in Folge, wie es hieß. 30,5 Prozent der Geburten erfolgten durch Kaiserschnitt; 2015 waren es noch 32,2 Prozent.

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Entgegen dem Trend zu leicht niedrigeren Kaiserschnittraten nahm der Anteil der Kaiserschnitte gegenüber 2015 in Bayern um 0,4 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern um 0,3 Prozent und in Sachsen-Anhalt um ein Prozent zu. Im Ländervergleich war die Kaiserschnittrate im Saarland mit 38,4 Prozent am höchsten. Den mit 23,8 Prozent geringsten Anteil an Kaiserschnittentbindungen gab es in Sachsen.

Andere Geburtshilfen wurden 2016 nur selten angewandt worden: Eine Saugglocke (Vakuumextraktion) kam bei 5,9 Prozent der Entbindungen zum Einsatz, eine Geburtszange bei 0,4 Prozent.

Nach Angaben des Statistikamtes wurden vergangenes Jahr insgesamt 776.883 Kinder – einschließlich Zwillings- und Mehrlingsgeburten – im Krankenhaus geboren, 46.083 oder 6,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Anteil der lebend geborenen Kinder lag in beiden Jahren bei 99,7 Prozent.

© kna/aerzteblatt.de

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