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Ärzteschaft

Projekt in Bayern soll Arzt-Patien­ten-Kommunikation verbessern

Donnerstag, 5. Oktober 2017

contrastwerkstatt - stock.adobe.com

München – Ein neues Projekt in Bayern namens „Gut informierte Kommunikation zwischen Arzt und Patient“ soll Ärzten und Patienten helfen, die gegenseitige Informationsgrundlage und damit das Gespräch in der Praxis zu verbessern. Das Projekt des Landesverbandes Bayern der Betriebskrankenkassen (BKK) startet jetzt. Der Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) fördert es über drei Jahre.

Das Vorhaben soll Patienten und Allgemeinmediziner befähigen, sich nach neuestem medizinischem Wissensstand mit der Diagnose und Therapie von Rückenschmerzen auseinanderzusetzen. Dabei werden beiden Seiten über einen Online-Zugang deutsch­sprachige Materialien zur Verfügung gestellt, die nationale und internationale Informationen auf Basis der neuesten Entwicklung zum Thema bündeln.

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Laienverständliche Sprache

Diese Informationen sind laut den Projektinitiatoren evidenzbasiert, aktuell, unab­hängig und verständlich. Weil die Informationen in laienverständlicher Sprache aufbereitet würden, seien sie direkt im Arzt-Patienten-Gespräch einsetzbar. Vorbild dieser neuen Versorgungsform sind nationale Informationsressourcen in Großbri­tannien und Schweden.

„Viele medizinische Behandlungen berücksichtigen nicht das aktuell Empfohlene. Unser Ziel ist es, Hausärzte und Patienten darin zu unterstützen, den aktuellen Wissensstand abzurufen sowie die Menschen niedrigschwellig zu befähigen, gut informiert und aktiv ihre Gesundung in die Hand zu nehmen“, sagte Sigrid König, Vorstand des BKK Landesverbandes Bayern.

Der Verband hat das Projekt zusammen mit Cochrane am Universitätsklinikum Freiburg entwickelt. Weitere Kooperationspartner sind die Abteilungen Versorgungsforschung, Allgemeinmedizin, medizinische Psychologie und medizinische Informatik an der Universität Freiburg, das Allgemeinmedizinische Institut am Uniklinikum Erlangen sowie das Institut für Journalistik an der technischen Universität Dortmund. Im besten Fall könnte das Projekt dabei helfen, überflüssige Arztkonsultationen oder Fehlbehandlungen zu vermeiden, so die Hoffnung der Projektinitiatoren. © hil/aerzteblatt.de

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