NewsÄrzteschaftElektronischer Praxisausweis für Zahnärzte zugelassen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Elektronischer Praxisausweis für Zahnärzte zugelassen

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Berlin – Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat den elektronischen Praxisausweis (Security Module Card Typ B, SMC-B) zugelassen und damit einen wesentlichen Schritt zur Anbindung der Praxen an die sogenannte Telematik­infrastruktur (TI) gemacht. Das teilten KZBV und Bundesdruckerei als Anbieter des Ausweises heute mit. „Als verantwortlicher Ressortvorstand freue ich mich, dass mit dieser Zulassung ein weiterer wichtiger Meilenstein zum Start des Produktivbetriebs der TI gesetzt werden konnte“, sagte Karl-Georg Pochhammer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KZBV.

Praxen benötigen den Ausweis zur Authentisierung der medizinischen Einrichtung, damit der Konnektor in der Praxis eine gesicherte Verbindung zur TI aufbauen kann. Interessierte Unternehmen, die als Anbieter in einem marktoffen gestalteten Zulassungsmodell elektronische Ausweise anbieten möchten, erhalten entsprechende Informationen zum Ausgabeverfahren bei der KZBV. Die Karte ist fünf Jahre gültig.

Anzeige

Teilnahme verpflichtend

„Der elektronische Praxisausweis stellt den Schutz und die Sicherheit von Patientendaten sicher. Leistungserbringer im Gesundheitswesen können schnell, gesetzeskonform und komfortabel auf aktuelle Versichertendaten zugreifen und deren Verarbeitung effizient einbinden“, sagte Jochen Felsner, Marketingleiter der Bundesdruckerei.

Mit dem „Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz)“ hat der Gesetzgeber die Einführung einer sicheren digitalen Infrastruktur für das Gesundheitswesen festgelegt. Die Teilnahme an der TI ist für alle Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Apotheken rechtlich verpflichtend.

Gesundheits­telematik: Mehr Tempo durch neues Zulassungsmodell

Berlin – Der Rollout der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) geht nach wie vor nur schleppend voran. Darüber hat sich Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), enttäuscht gezeigt. Ende vergangener Woche habe es noch keine von der gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte zertifizierten Komponenten für den Routinebetrieb gegeben, kritisierte [...]

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein erläutert auf ihrer Internetseite, welche technische Ausstattung Arztpraxen für die Anbindung an die TI und deren erste Anwendung, das Versichertenstammdatenmanagment, benötigen. Einen Internet-Anschluss (DSL-Router): Dieser ist erforderlich für die Anbindung an die TI. Einen Konnektor: Der Konnektor ist ein Zugangsgerät für die Anbindung an die TI. Ein neues stationäres Kartenterminal zum Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte. Einen Praxisausweis, den „SMC-B“: Der Praxisausweis ist eine Chipkarte, die die Praxis für die Authentifizierung an der TI berechtigt. Diese Karte wird in das Kartenterminal gesteckt und versiegelt. Gegebenenfalls einen elektronischen Heilberufeausweis (eHBA): Dieser wird nicht für das Versichertenstammdatenmanagement benötigt, ist aber für später geplante Anwendungen erforderlich.

Ob Konnektor, VPN-Zugangsdienst oder Kartenterminal – sämtliche Komponenten, die die Praxen für den Anschluss benötigen, müssen von der gematik zugelassen werden. „Bisher wurde keine Komponente für den Betrieb zugelassen. Das heißt: Es kann zurzeit auch noch keine Praxis an die TI angeschlossen werden“, hieß es von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die auf ihre Praxisinformationen verwies. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

20. Juli 2018
Berlin – Die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) stößt bei den niedergelassenen Vertragsärzten weiterhin auf wenig Begeisterung. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Befragung des Ärzteverbandes Medi Geno
Tele­ma­tik­infra­struk­tur: Konnektoren laufen nicht rund
19. Juli 2018
Berlin – Bei den Kosten für die Anbindung an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) geht die Industrie auf die niedergelassenen Vertragsärzte zu. Die CompuGroup Medical (CGM) kündigte jetzt an, dass Ärzte,
Tele­ma­tik­infra­struk­tur: Industrie geht auf Ärzte zu
16. Juli 2018
Berlin – Mitglieder der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) sollen nach dem Willen von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn spätestens ab 2021 auch per Handy und Tablet ihre Patientendaten einsehen
Spahn will Patientendaten auf Handys und Tablets zugänglich machen
16. Juli 2018
Berlin – Vor zwei Wochen hatte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) ein eigenes Modellprojekt zur elektronischen Arzneimittelverordnung angekündigt. Jetzt hat die ABDA gemeinsam
Apotheker und Partner präsentieren „Letter of Intent“ für ein E-Rezept
12. Juli 2018
Berlin – Bei der Ausgestaltung einer elektronischen Patientenakte (ePA) gibt es derzeit Überlegungen, dass Krankenkassen einen direkten Zugriff auf die Praxisverwaltungssysteme von Ärzten und
Ärzte wehren sich gegen Kassenzugriff auf Praxisverwaltungssysteme
11. Juli 2018
Berlin – In der Politik mehren sich die Stimmen, die eine Fristverlängerung für die Anbindung von Arztpraxen an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) fordern. Jetzt sprach sich auch Bundestagsmitglied Tino
Tele­ma­tik­infra­struk­tur: Immer mehr politische Unterstützung für Fristverlängerung
10. Juli 2018
Düsseldorf – Die Kommission der Europäischen Union (EU) hat Deutschland bei ihrem alljährlich erscheinenden „Digital Economy and Society Index“ (DESI-Index) abgeschlagen auf Platz 21 eingruppiert.

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER