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Ärzteschaft

Ärzte- und Praxisnetze wünschen sich größere Handlungsspielräume

Freitag, 6. Oktober 2017

Fulda – Qualifizierte und akkreditierte Ärzte- und Praxisnetze sollten den Status des Leistungserbringers erhalten. Das hat heute die Interessengemeinschaft Leistungs­erbringerstatus, eine bundesweite Initiative von über 70 Praxisnetzen und Verbänden, gefordert.

„Noch ungeklärte Fragen zu Haftung, Bedarfsplanung und Honorarverteilung dürfen kein Hinderungsgrund sein, Praxisnetze als Leistungserbringer zuzulassen“, erklärte Netzgeschäftsführer Markus Knöfler. Die Selbstverwaltung habe auch in der Vergan­genheit gute Lösungen entwickelt. „Alle wollen unsere regionale Koordinations­leistung, nur gibt es dafür keine Vergütung, weil wir nicht als Vertragspartner in Selektivverträgen zugelassen sind und Leistungen auch nicht über den EBM abgerechnet werden können“, so Knöfler.

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Die Kernforderungen der Interessengemeinschaft beziehen sich unter anderem darauf, dass Praxisnetze Ärzte und medizinisches Fachpersonal beschäftigen dürfen und dass Praxisnetze Praxen und Medizinische Versorgungszentren betreiben dürfen. „Wir wenden uns mit unserer Forderung gegen eine weitere Kommerzialisierung des Gesundheitswesens, in dem wir regionale Versorgungsherausforderungen kollegial und regional begegnen“, sagte Knöfler. Hierfür bräuchten die etablierten Praxisnetze mehr Handlungsspielräume.

Bereits im April dieses Jahres hatte die Agentur Deutscher Arztnetze gefordert, dass Netze den Leistungserbringerstatus erhalten. „Einzelne Ärztenetze setzen bereits sehr erfolgreich Projekte mit angestellten Ärzten um – aufgrund der rechtlichen Rahmen­bedingungen basieren diese Projekte jedoch auf individuellen Einzelab­spra­chen. Hier be­darf es einer umfassenden Regelung“, sagte damals der Vorstandsvorsitzende der Netzagentur, Veit Wam­bach. © hil/sb/aerzteblatt.de

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