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Kommunikations­training zu sexuell übertragbaren Infektionen Unterrichtsfach in Lübeck

Montag, 9. Oktober 2017

/seventyfour, stock.adobe.com

Lübeck – An der Universität zu Lübeck startet Mitte Oktober ein Kommunikations­training für Medizinstudierende zum Thema sexuell übertragbare Infektionen (STI). Unter dem Motto „Let's talk about sex“ sollen die Studierenden lernen, besser mit ihren Patienten über das für viele immer noch heikle Thema zu sprechen. Nach Angaben der Deutschen Aids-Hilfe (DAH), die das Modul entwickelt hat, ist Lübeck die dritte Universität nach der Berliner Charité und der Frankfurter Goethe-Universität, die das Kommunikationstraining als Pflichtveranstaltung anbietet.

Vielen Ärzten fällt es nach Angaben der DAH schwer, das Thema Sexualität anzu­schneiden. Deshalb werde eine HIV-Infektion häufig viel zu spät festgestellt. Geschlechts­krankheiten würden leicht übersehen, heißt es in einer Mitteilung der Aids-Hilfe. In dem Ausbildungsmodul sollen die Studenten deshalb klinisches Wissen zu sexuell übertragbaren Infektionen erwerben und über praxisnahe Rollenspiele, interaktive Kleingruppeneinheiten und Kurzvorträge lernen, wie sie mit ihren Patienten besser über diese Themen sprechen können.

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Nach Lübeck geholt hat das neue Fortbildungsmodul der Direktor der Klinik für Infektiologie und Mikrobiologie am Universitätsklinikum, Jan Rupp. „Menschen kommen heute zwar immer früher mit dem Thema Sexualität in Berührung. Dennoch fällt es vielen Erwachsenen schwer, darüber zu reden“, sagte er. Umso wichtiger sei es, angehenden Ärzten bereits in der Ausbildung klare Fragestrategien und Kommunikationswege näher zu bringen, sagte er.

Nach Angaben von Unisprecher Rüdiger Labahn soll das Kommunikationstraining mit Beginn des Wintersemesters am 16. Oktober starten. © dpa/aerzteblatt.de

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