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Medizin

Ibuprofen statt Morphium: Bei Kindern nach einer OP die bessere Wahl

Freitag, 13. Oktober 2017

Ibuprofen /dpa
/dpa

London – Die Schmerzmittel Ibuprofen und orales Morphium wirken gleich gut bei Kindern nach einem kleinen operativen Eingriff. Dennoch empfehlen Forscher vom London Health Sciences Centre, Ibuprofen als First-Line Option. Denn einer Studie zufolge kam es unter Morphium zu deutlich mehr Nebenwirkung. Die Ergebnisse wurden im Canadian Medical Association Journal publiziert (2017; doi: 10.1503/cmaj.170017).

Die Forscher um Naveen Poonai und Debra Bartley hatten 154 Kinder im Alter von fünf bis 17 Jahren untersucht. Die eine Hälfte erhielt nach einem kleinen ambulanten orthopädischen Eingriff Morphium (0,5 mg/kg) zur Schmerzlinderung, die anderen 77 Kinder Ibuprofen (10 mg/kg). Dazu zählten beispielsweise Schlüsselloch-Eingriffe an den Gelenken, Bändern oder Sehnennähte.

Bereits in den ersten 24 Stunden nach der Operation benötigten mehr als 80 Prozent der Kinder Schmerzmittel zu Hause. Während die Schmerzlinderung nach den ersten acht Dosen keinen signifikanten Unterschied zeigte, berichteten weit mehr Morphium-Patienten über Nebenwirkungen. Fast die Hälfte fühlte sich benommen. In der Ibuprofen-Gruppe klagten hingegen nur 22 Prozent über dieses Gefühl. Darüber hinaus klagten die Kinder der Morphium-Gruppe häufiger über Übelkeit, Schwindel und Verstopfung.

Die Autoren kommen daher zu dem Schluss, dass Ibuprofen der Vorzug gegeben werden sollte. © gie/aerzteblatt.de

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