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Ärzteschaft

Arthroskopieregister startet im Oktober

Montag, 9. Oktober 2017

/dpa

Berlin – Ein deutschsprachiges Arthroskopieregister namens DART haben Orthopäden und Unfallchirurgen initiiiert. Hintergrund ist, dass die Arthroskopie zwar eine sehr häufig angewandte chirurgische Technik sei, doch trotz hoher Eingriffszahlen bisher langfristige klinische Studien an großen Patientenpopulationen fehlten, die das OP-Ergebnis in der Versorgungsrealität untersuchten.

Träger des DART sind die Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie, der Berufsverband für Arthroskopie und die Gesellschaft für Orthopädisch-Trauma­tologische Sportmedizin zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie. Die technische Umsetzung hat das Studienzentrum der Universität Freiburg übernommen.

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Onlineplattform für Ärzte und Patienten

„Allein in Deutschland erfolgen jedes Jahr über 400.000 arthroskopische Operationen“, hieß es aus den Fachgesellschaften. Neben Knie- und Schultergelenk seien mittler­weile auch Techniken an Hüfte, Ellenbogen und Sprunggelenk als Standardverfahren etabliert.

DART ist eine Onlineplattform, auf der teilnehmende Ärzte über eine entsprechende Eingabemaske Angaben zur Erkrankung oder Verletzung, dem intraartikulären Befund und der durchgeführten OP tätigen. Der operierte Patient erhält ebenfalls einen Onlinezugang und wird gebeten, zu regelmäßigen Zeitpunkten Angaben zum subjektiven Gelenkbefund, seiner Zufriedenheit, Komplikationen und Arbeitsausfall zu machen.

Die Arzt- und pseudonymisierten Patientendaten werden auf einem Server zusammen­geführt und statistisch ausgewertet. Über eine Reportfunktion erhält der Arzt Rück­meldung über die Ergebnisse der von ihm durchgeführten Operationen im Vergleich zum Pool aller teilnehmenden Ärzte.

Im DART sollen Eingriffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfasst werden. „Die Studien-Ergebnisse sollen später in einem allgemeinen Reporting auch Bürger, Krankenkassen, Gesundheitspolitik und Medizinproduktehersteller informiert werden. Das macht das Register transparent für die gesamte Gesellschaft. Die Auskünfte beruhen dann ausschließlich auf echten klinischen Zahlen aus dem Versorgungsalltag“, hieß es aus den Fachgesellschaften. © hil/aerzteblatt.de

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