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Politik

Sterbebegleitung: Großes Netzwerk in Nordrhein-Westfalen

Dienstag, 10. Oktober 2017

Düsseldorf – In den vergangenen 25 Jahren ist in Nordrhein-Westfalen (NRW) ein nahezu flächendeckendes Netz von Hospiz- und Palliativeinrichtungen für schwerstkranke und sterbende Menschen entstanden. Das sagte NRW-Gesund­heitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) heute in Düsseldorf aus Anlass der ersten landesweiten Hospiz- und Palliativtage.

„Eine gute Hospiz- und Palliativversorgung trägt zu einem würdevollen Leben bis zum letzten Augenblick bei“, sagte der Minister. Rund 9.400 Menschen engagierten sich in NRW ehrenamtlich in der Sterbebegleitung. Laumann sagte, das Land verfüge heute über 306 ambulante Hospizdienste und 71 stationäre Hospize mit 682 Plätzen.

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Hinzu kommen ambulante und stationäre Palliativangebote für die medizinische Versorgung schwerstkranker Menschen. An den Tagen um den Welthospiztag am kommenden Samstag (14.10.) informieren erstmals landesweit 120 Hospiz- und Einrichtungen in über 70 Städten über ihre Arbeit. Die zentrale Auftaktveranstaltung ist am Freitag in Düsseldorf.

Der Berufsverband der Palliativmediziner in Westfalen Lippe wies anlässlich des Tages daraufhin, dass es zu den wichtigsten Wünschen unheilbar erkrankter Patienten für ihre letzte Lebensphase gehöre, in vertrauter Umgebung gut versorgt zu sein. „Ein bundes­weit einmaliges Modell der palliativmedizinischen Versorgung in Westfalen-Lippe ermöglicht durch enge Zusammenarbeit von Hausärzten und Palliativmedizinischen Konsiliardiensten, dass mittlerweile neun von zehn betreuten Patienten bis zu ihrem Tod im häuslichen Umfeld bleiben können. Nur noch zehn Prozent der betreuten Patienten sterben im Krankenhaus“, hieß es aus dem Verband.

Das westfälisch-lippische Modell basiere auf der Annahme, dass der Hausarzt für seine Patienten auch dann zentraler Ansprechpartner bleiben sollte, wenn diese in eine palliative Situation kommen. Neben palliativmedizinischen Konsiliardiensten hätten sich daher rund 90 Prozent der Hausärzte im Landesteil zur Zusammenarbeit in der Palliativversorgung verpflichtet. © dpa/hil/aerzteblatt.de

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