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Ärzteschaft

Diabetes: Barrierefreie medizintechnische Hilfsmittel offenbar Mangelware

Mittwoch, 11. Oktober 2017

/Dan Race, stock.adobe.com

Berlin – Auf Schäden, die eine Zuckererkrankung in der Netzhaut auslösen kann, hat diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe anlässlich der Aktionstage „Welttag des Sehens“ am 12. Oktober und dem „Tag des weißen Stocks“ am 15. Oktober hingewiesen. So wiesen bis zu einem Drittel aller Menschen mit Diabetes Typ 2 bei ihrer Diagnose eine leichte Veränderung der Netzhaut auf. Beim Auftreten von massive Sehstörungen sei die diabetische Retinopathie häufig bereits so weit fortgeschritten, dass sie zu dauerhafter Behinderung oder gar Erblindung führe. 

Die Deutsche Diabetes Hilfe kritisierte, dass für die Betroffenen kaum barrierefrei konzipierte Hilfsmittel und Technologien für die tägliche Selbsttherapie auf dem Markt verfügbar seien. „Wer aufgrund seiner Diabeteserkrankung sehbehindert oder gar blind wird, läuft auch Gefahr, seine Selbstständigkeit im Alltag zu verlieren“, bemängelte Diana Droßel, stellvertretende Vorsitzende von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

Denn für die tägliche Selbsttherapie notwendige Blutzuckermessgeräte, Insulin­pumpen, Insulinpens, Blutglukosemesssysteme, solche zum kontinuierlichen Glukosemonitoring oder diabetesbezogene Apps seien derzeit überwiegend nur für sehende Menschen geeignet. „Blinde und Sehbehinderte benötigen daher zum Blutzuckermessen und für Insulingaben ständig Assistenz durch Pflegedienste oder Angehörige“, so Droßel. Mit standardmäßig barrierefrei konzipierter Technik, die Messwerte und Insulindosen akustisch übermittelten, könnten die Betroffenen dagegen eigenständig sein, erklärte sie. 

DiabetesDE weist daraufhin, das sich Deutschland mit der Behindertenrechts­konvention dazu verpflichtet habe, Menschen mit Behinderungen eine unabhängige Lebensführung und die volle Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. „Daher fordern wir von der Regierung, Medizintechnikhersteller gesetzlich zu verpflichten, neue Produkte barrierefrei herzustellen“, so Droßel. © hil/aerzteblatt.de

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MPeuser
am Donnerstag, 12. Oktober 2017, 02:42

Hilfe für Betroffene mit Diabetes Typ II

Diabetes II ist eine Wohlstandskrankheit verursacht durch eine übermässige Ernährung mit tierischen Eiweiss (Fleisch, Fisch, Käse, Wurst, Milch, Yogurt und Eier). Der nicht verdaute Überschuss vom tierischen Eiweiss wird im Interstitium zwischen den Kapillaren und den den Zellen wie Sperrmüll abgelagert. Dadurch kommt der wertvolle Zucker nicht als Energielieferant zu den Zellen, da das Interstitium verstopft ist. Solange wir nicht diese Verstopfung zu den 75 Billionen Zellen beseitigen, müssen wir uns mit Diabetes II rumquälen. Es werden weiterhin 40.000 Beine pro Jahr amputiert und Unzählige werden erblinden. Entweder stellen wir unsere Ernährung um und leeren die verstopften Mikroverbindungswege zu den Zellen oder wir werden weiterhin Diabetes II haben. Man entfernt diesen Sperrmüll durch eine 3-monatige Diät, wobei man 7 Nahrungsmittel weglässt: Fleisch, Fisch, Käse, Wurst, Milch, Yogurt und Eier. Alles andere kann man reichlich essen ohne zu hungern. Butter ist kein tierisches Eiweiss. Also Brot mit Butter darf gegessen werden,
Diese Lehre stammt von Prof. Dr. Lothar Wendt und hat sich stets bewährt. Das Ziel muss sein die Ursache von Diabetes II zu beseitigen.
Früher hatten die Menschen jedes Jahr 3 Monate im Winter gehungert. In der katholischen Kiurche gab es die Fastenzeit. Heute sind die Kirchen leer und seit 1950 wird nur noch das Interstitium gefüllt ohne jemals geleert zu werden.

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