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Wetterveränderung nur selten Auslöser von Migräneattacken

Donnerstag, 12. Oktober 2017

/hdkom, stock.adobe.com

Hof – Wetterveränderungen lösen offenbar nur selten Migräneattacken aus. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler vom Institut für Informationssysteme der Hochschule Hof. Sie betreiben seit dem Jahr 2011 das Projekt Migräne-Radar (MiRa). Unter der Leitung von Jörg Scheidt analysierten sie anhand von rund 6.000 durch Patienten gemeldeten Daten, ob und wie sich Wetteränderungen oder bestimmte Wochentage als Auslöser von Migräneanfällen auswirken.

Ergebnis: Nur bei etwa vier Prozent der teilnehmenden Patienten lösen Wetteränderungen Migräneanfälle aus. Jedoch neigen 20 Prozent aller teilnehmenden Patienten dazu, jeweils an bestimmten Tagen verstärkt Migräne-Anfälle zu bekommen, beispielsweise von Mittwoch zu Donnerstag. Diese individuelle Regelmäßigkeit im Auftreten der Anfälle ist insbesondere bei voll- oder teilzeitbeschäftigten Patienten zu beobachten, die im Arbeitsleben stehen. Die MiRa-Projektgruppe folgert daraus, dass insbesondere die physische und psychische Belastung innerhalb einer Arbeitswoche einen wesentlichen Auslöser von Migräneanfällen darstellt.

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Migräne-Radar ist ein bürgerwissenschaftliches Projekt, das heißt, die Datenerhebung beruht im Wesentlichen auf der Beteiligung von Bürgern. Das Projekt ist Gewinner des Wettbewerbs „Was macht gesund?“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und wird von diesem unterstützt. Es bietet den Teilnehmern einen persönlichen Kopfschmerzkalender und individuelle Auswertungen zu den Triggern ihrer Schmerzattacken.

In diesem Jahr hat das Institut außerdem das Projekt CLUE ins Leben gerufen, dass sich der Untersuchung von Clusterkopfschmerzen widmet und ebenfalls vom BMBF gefördert wird. © hil/aerzteblatt.de

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