Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Behinderten­beauftragte fordern Pflicht für Barrierefreiheit

Dienstag, 17. Oktober 2017

Kiel – Stufen zu Arztpraxen und Restaurants, TV-Sendungen ohne Untertitel und Gebärdendolmetscher. Behinderte stoßen im Alltag immer noch auf viele Hindernisse. Die Behindertenbeauftragten der Länder und des Bundes verlangen deshalb, auch private Anbieter von Produkten und Dienstleistungen zur Barrierefreiheit zu verpflichten.

Das geht aus einem Forderungskatalog hervor, auf den sich die Beauftragten heute bei einer Konferenz in Kiel für die neue Wahlperiode im Bund verständigt haben. Konkret müsste zur Umsetzung das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz geändert werden.

Die Beauftragten fordern auch das Ende pauschaler Wahlrechtsausschlüsse für Behinderte, denen gerichtlich eine Betreuung „in allen Angelegenheiten“ auferlegt wurde.

Das sind oft psychisch Behinderte oder Menschen mit Mehrfachbehinderungen. Wenn sie „in allen Angelegenheiten“ betreut werden, sind sie im Bund und den allermeisten deutschen Ländern per Gesetz vom Wahlrecht ausgeschlossen. Bei der vergangenen Bundestagswahl betraf dies mehr als 80.000 Menschen.

© dpa/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Spritzendorfer
am Donnerstag, 19. Oktober 2017, 10:13

Meist vergessen- Barrierefreiheit für Umwelterkrankte

Nur bei sehr wenigen Behindertenbeauftragten wird akzeptiert, dass auch Umwelterkrankungen (z.B. MCS, EHS, ME/CFS) eine anerkannte Behinderung darstellen können. Entsprechend fehlt Betroffenen oft jegliche Unterstützung bei ihren Bemühungen um "Barrierefreiheit" in zahlreichen Bereichen: http://www.eggbi.eu/fileadmin/EGGBI/PDF/Barrierefreiheit_fuer_Umwelterkrankte.pdf
Auch hier wäre mehr Aufklärung bei Behörden, aber auch bezüglich Hilfestellung bei der Suche nach schadstoffminimiertem Wohnraum und "barrierefreien" Arbeitsplatz dringend erforderlich. Aktuell gibt es aber auch viel zu wenige Ärzte, die ausbildungsbedingt diese Krankheiten überhaupt diagnostizieren und damit auch attestieren können.

Nachrichten zum Thema

15.02.18
Menschen mit geistiger Behinderung müssen besser über Prävention informiert werden
Düsseldorf – Menschen mit geistiger Behinderung nehmen Krebsfrüherkennungsprogramme deutlich seltener in Anspruch als der Durchschnitt der Bevölkerung. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie......
02.02.18
Blindengeld darf nicht auf Krankenkassen­beiträge angerechnet werden
Mainz – Krankenkassen dürfen Blindengeld nicht für die Berechnung der Beitragshöhen heranziehen. Dies hat das Sozialgericht Mainz in einem gestern veröffentlichten Urteil entschieden (Az.: S 14 KR......
01.02.18
Bentele: Künftige Regierung muss Lage von Behinderten verbessern
Berlin – Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, hat Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen angemahnt. So müsse die künftige Bundesregierung dafür sorgen, dass auch......
01.02.18
Taube Kinder können Sprachdefizit nach Cochlea-Implantat schneller aufholen, als gedacht
Berlin – Taube Kinder können nach dem Einsatz eines Cochlea-Implantats Wörter schneller lernen als normalhörende Kinder. Das berichten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und......
01.02.18
Würzburg bekommt medizinisches Spezialzentrum für Schwerbehinderte
Würzburg – Ein medizinisches Behandlungszentrum für erwachsene Menschen mit Behinderung (MZEB) hat gestern in Würzburg seinen Dienst aufgenommen. Es ist das erste in Nordbayern und nach München das......
25.01.18
Baden-Württemberg fördert Krebsfrüherkennungs­projekt für Menschen mit Behinderung
Stuttgart – Menschen mit schweren Behinderungen sollen besser über die Möglichkeiten der Krebsfrüherkennung informiert werden. Das Land Baden-Württemberg fördert ein entsprechendes Projekt des......
04.01.18
Mehr Kennzeichnung durch Blindenschrift gefordert
Berlin – Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, wünscht sich mehr Kennzeichnungen in Blindenschrift. Anlässlich des Tags der Brailleschrift sagte Bentele, die selbst blind......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige