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Deutsche Herz-Kreis­lauf-Forschung international erfolgreich

Dienstag, 17. Oktober 2017

/freshidea, stock.adobe.com

Berlin – Die deutsche Herz-Kreislauf-Forschung wird international stärker wahrgenommen und anerkannt. Darauf hat die Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) hingewiesen. „Analysen zeigen, dass in den letzten Jahren vermehrt Publikationen aus Deutschland unter den Top Ten der kardiovaskulären Forschung rangieren“, berichtete Gerd Heusch vom Universitätsklinikum Essen auf den Herztagen der DKG in Berlin. In solchen Analysen könne sich die deutsche Herz-Kreislauf-Forschung heute mit der in Großbritannien und Frankreich messen und übertreffe die der USA.

Zurzeit beläuft sich die Gesamtförderung der kardiovaskulären Forschung etwa auf 253 Millionen Euro, rechnete Heusch vor. Die institutionelle Unterstützung belaufe sich auf rund 175 Millionen Euro pro Jahr. Aber die Drittmittelförderung werde auch in der Kardiologie immer wichtiger. Wichtigste Förderstelle sei die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit einem Volumen von 33 Millionen Euro pro Jahr für die kardiovaskuläre Forschung, so Heusch.

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Die Forschungslandschaft in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren laut DGK stark verändert „Schrittweise wird von der strikten Trennung zwischen klinischer Kardiologie und Grundlagenforschung abgerückt: Fast alle Universitätskliniken für Kardiologie widmen sich inzwischen der klinischen und der Grundlagenforschung“, so Heusch.

Darüber hinaus wurde das traditionelle System der deutschen akademischen Medizin – mit nur einem einzelnen Professor und Lehrstuhl – flexibler und stärker dem angloamerikanischen System angeglichen, wo es Experten mit unterschiedlichen Spezialisierungen innerhalb einer Abteilung gibt. „Leider wird es immer schwieriger, junge Ärzte für die Grundlagenforschung zu gewinnen. Inzwischen haben die jungen Kollegen in der Grundlagenforschung meist einen naturwissenschaftlichen und keinen medizinischen Hintergrund“, berichtete Heusch. © hil/aerzteblatt.de

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