NewsÄrzteschaftDeutsche Herz-Kreis­lauf-Forschung international erfolgreich
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Deutsche Herz-Kreis­lauf-Forschung international erfolgreich

Dienstag, 17. Oktober 2017

/freshidea, stock.adobe.com

Berlin – Die deutsche Herz-Kreislauf-Forschung wird international stärker wahrgenommen und anerkannt. Darauf hat die Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) hingewiesen. „Analysen zeigen, dass in den letzten Jahren vermehrt Publikationen aus Deutschland unter den Top Ten der kardiovaskulären Forschung rangieren“, berichtete Gerd Heusch vom Universitätsklinikum Essen auf den Herztagen der DKG in Berlin. In solchen Analysen könne sich die deutsche Herz-Kreislauf-Forschung heute mit der in Großbritannien und Frankreich messen und übertreffe die der USA.

Zurzeit beläuft sich die Gesamtförderung der kardiovaskulären Forschung etwa auf 253 Millionen Euro, rechnete Heusch vor. Die institutionelle Unterstützung belaufe sich auf rund 175 Millionen Euro pro Jahr. Aber die Drittmittelförderung werde auch in der Kardiologie immer wichtiger. Wichtigste Förderstelle sei die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit einem Volumen von 33 Millionen Euro pro Jahr für die kardiovaskuläre Forschung, so Heusch.

Anzeige

Die Forschungslandschaft in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren laut DGK stark verändert „Schrittweise wird von der strikten Trennung zwischen klinischer Kardiologie und Grundlagenforschung abgerückt: Fast alle Universitätskliniken für Kardiologie widmen sich inzwischen der klinischen und der Grundlagenforschung“, so Heusch.

Darüber hinaus wurde das traditionelle System der deutschen akademischen Medizin – mit nur einem einzelnen Professor und Lehrstuhl – flexibler und stärker dem angloamerikanischen System angeglichen, wo es Experten mit unterschiedlichen Spezialisierungen innerhalb einer Abteilung gibt. „Leider wird es immer schwieriger, junge Ärzte für die Grundlagenforschung zu gewinnen. Inzwischen haben die jungen Kollegen in der Grundlagenforschung meist einen naturwissenschaftlichen und keinen medizinischen Hintergrund“, berichtete Heusch. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

23. September 2020
Tübingen/Ulm – Die Onkologischen Spitzenzentren Tübingen-Stuttgart (CCC-TS) und Ulm (CCCU) haben sich gemeinsam einen der vier neuen Standorte im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT)
Krebsforschung im Südwesten weiter gestärkt
23. September 2020
Bremen – Das Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen will die Einbeziehung von Patienten in die klinische Forschung erleichtern. Dazu hat das Institut eine Handreichung
Neue Handlungsempfehlung zur Patientenbeteiligung an klinischen Forschungsprojekten
21. September 2020
Florenz – Der kardiale Myosin-Inhibitor Mavacamten, der einer Hyperkontraktilität der Herzmuskelzellen entgegenwirken soll, hat in einer Phase-3-Studie die Symptome einer obstruktiven hypertrophischen
Myosin-Inhibitor verbessert Herzfunktion bei obstruktiver hypertrophischer Kardiomyopathie
18. September 2020
Perth – Die Behandlung mit dem früheren Gichtmittel Colchicin, das in niedriger Dosierung eine antientzündliche Wirkung erzielt, hat erneut in einer randomisierten klinischen Studie bei Patienten nach
Sekundärprävention: Colchicin könnte Herzinfarktpatienten vor weiteren Erkrankungen schützen
9. September 2020
Bonn – Wissenschaftler des Universitätsklinikums und der Universität Bonn um den Leibniz-Preisträger Eicke Latz wollen bis Ende 2021 den Zusammenhang zwischen der Immunantwort auf eine
COVID-19: Forscher untersuchen Zusammenhang von Immunreaktion und klinischem Verlauf
8. September 2020
Berlin – Auf einen Paradigmenwechsel in der Medizin und damit einhergehende Verbesserungen der Versorgung setzen Forschungseinrichtungen, Kliniken und Industriepartner im Rahmen der europäischen
Zellbasierte Medizin soll Prävention, Früherkennung und Versorgung auf neue Grundlage stellen
7. September 2020
Brüssel – Sportliche Aktivitäten sind nach Angaben von Kardiologen für Menschen mit Herzerkrankungen nicht nur gesund, sondern in fast allen Fällen ein Muss. „Regelmäßiges Training verhindert nicht
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER