NewsPolitikADHS: Mehr Erwachsene bei der Barmer betroffen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

ADHS: Mehr Erwachsene bei der Barmer betroffen

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Dresden – In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden nach Einschätzung der Barmer immer mehr Erwachsene wegen einer Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) behandelt. Zumindest unter ihren Mitgliedern habe sich ihre Zahl in den vergangenen sieben Jahren mehr als verdoppelt, teilte die Krankenkasse in Dresden mit. ADHS sei „erwachsen“ und keine Kinderkrankheit.

In ganz Deutschland sei laut einer Analyse zur Ritalin-Verordnung die Zahl der Versicherten, die wegen ADHS medikamentös behandelt wurden, gestiegen. Die deutlichsten Steigerungsraten habe es aber in Mitteldeutschland gegeben. Wurde in Sachsen 2010 noch 122 Barmer-Versicherten Ritalin verordnet, waren es 2016 schon 234. In Sachsen-Anhalt wuchs die Zahl in diesem Zeitraum von 43 auf 115 Verordnungen, in Thüringen von 51 auf 134. Die Zahlen bewegten sich zwar auf niedrigem Niveau, doch der Trend sei eindeutig, hieß es.

ADHS mache vor Erwachsenen nicht halt, sagte der Landesgeschäftsführer der Barmer Sachsen, Fabian Magerl. „Entgegen der landläufigen Meinung wachsen sich die Symptome nur bei einem Teil der betroffenen Kinder im Erwachsenenalter aus.“ Viele zeigten weiterhin Symptome wie Unaufmerksamkeit, Konzentrationsstörungen, Impulsivität und Unruhe. In Sachsen werde bei rund vier Prozent der unter 19-Jährigen ADHS diagnostiziert. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

18. Juni 2018
Berlin – Im Jahr 2016 haben Ärzte bei knapp 260.000 Kindern und Jugendlichen eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diagnostiziert. Das entsprach einer Diagnosehäufigkeit von 4,3
Kein weiterer Anstieg von ADHS
8. Januar 2018
Köln – Kinderärzte lehnen den Einsatz von Sandwesten bei Grundschülern ab. Der therapeutische Nutzen der Westen bei zappeligen und unkonzentrierten Schülern sei bisher nicht belegt, erklärte Josef
Kinderärzte lehnen Einsatz von Sandwesten für Grundschüler ab
10. Oktober 2017
Nottingham – Die jüngsten Kinder einer Jahrgangsstufe werden häufiger mit einer Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) diagnostiziert als ihre älteren Klassenkameraden. Dieser
Jüngere Schüler erhalten häufiger die Diagnose ADHS
1. August 2017
Bloomington – Medikamente, die zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) dienen, reduzieren das Risiko für Substanzmissbrauch bei Betroffenen mit dieser Störung um bis
Medikamente gegen ADHS verringern Risiko für Alkohol- und Drogenmissbrauch
20. Juli 2017
Mainz – Die Zahl der Erwachsenen in Rheinland-Pfalz, die Medikamente wegen einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erhalten, hat stark zugenommen. Das zeigen Auswertungen der AOK,
Mehr ADHS-Behandlungen bei Erwachsenen in Rheinland-Pfalz
13. Juni 2017
Philadelphia – Jüngere Erwachsene mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) besaßen in einer US-Kohortenstudie seltener einen Führerschein und sie waren laut der Publikation in
Studie: ADHS-Patienten haben seltener einen Führerschein und etwas häufiger Verkehrsunfälle
9. März 2017
München – Einen neuen Blick auf die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ermöglicht eine Studie des Lehrstuhls für Entrepreneurship der Technischen Universität München (TUM). Danach
NEWSLETTER