NewsPolitikWorld Health Summit fordert mehr Einsatz für globale Gesundheit
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

World Health Summit fordert mehr Einsatz für globale Gesundheit

Mittwoch, 18. Oktober 2017

/dpa

Berlin – „Gesundheit ist eine politische Entscheidung!“ Mit dieser Feststellung und dem Appell, mehr für die Weltgesundheit zu tun, ist der World Health Summit in Berlin zu Ende gegangen. Die Tagung an der Charité in Berlin gilt als wichtigstes internationales Treffen zur globalen Gesundheit.

Die M8 Allianz, das akademische Netzwerk des World Health Summit und ein Zusammenschluss aus 25 akademischen Gesundheitszentren der Welt, forderte Politiker und Regierungen in einer Abschlussdeklaration auf, globale Gesund­heitsthemen zu einem zentralen Thema der nächsten G7/G20-Treffen zu machen.

Anzeige

Gemeinsam handeln

„Der World Health Summit hat so viele Entscheidungsträger aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und von Nichtregierungsorganisationen zusammengebracht, wie noch nie zuvor. Das ist eine gute Basis, auf der wir jetzt alle gemeinsam handeln müssen – über alle Grenzen hinweg“, erklärte Detlev Ganten, Präsident des World Health Summit.

Eines der zentralen Themen des Treffens waren die Gesundheitsfolgen von Krieg und Terror. „Wenn Ärzte und Pflegekräfte angegriffen werden, zahlen die Patienten den Preis“, sagte Christine Beerli, Vizepräsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, in Berlin. „Der bestehende internationale Katastrophenschutz reicht nicht aus. Besonders die Sicherheit von Gesundheits- und Hilfskräften in Krisenregionen muss gewährleistet werden“, fordert die M8 in ihrer Abschussdeklaration.

Zentral sei auch, dass Recht von Frauen auf körperliche Unversehrtheit zu gewähr­leisten. Die Welt ignoriere dieses wichtige Thema: „Sexuelle Gewalt nimmt in Krisenregionen immer zu – besonders in den Camps. Wie können wir ernsthaft glauben, dass diese traumatisierten Menschen wieder nach Hause zurückkehren und sich dort für Frieden einsetzen?“ sagte Tewodros Melesse, Generaldirektor der International Planned Parenthood Federation.

Das World Health Summit findet seit 2009 jeden Oktober an der Berliner Charité statt. Die diesjährige Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und des Präsidenten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Mittwoch, 18. Oktober 2017, 20:23

Fragwürdiger Primat der Gsundheit?

Den Medizin-bildungsfremden und Versorgungs-fernen "hohen" Herrschaften aus Gesundheitspolitik, Verwaltung und Administration geht es offensichtlich nicht mehr um die Krankheit an sich: Selbst "Krankheitsbewältigung", "Krankenversorgung" und "Krankheitsintervention" sind tabu, unsere chronisch kranken Patientinnen und Patienten werden systematisch diskriminiert und ausgegrenzt durch einen fast pathologischen "Gesundheits-Hype".

In krassem Gegensatz zum "World Health Summit", der den Einsatz für "globale Gesundheit" eher deklamiert als proklamiert, geht es in Wissenschaft, Forschung und Entwicklung, Kranken-Versorgung, Krankheits-Bewältigungs- und -Anwendungsforschung um Sprach-, Zahlen-, Bilder-, Computer-, Verständnis-, Kommunikations- und Semiotik-Wissenschaften, Empathie für Patienten und Verständnis komplexer Krankheits-Zusammenhänge, Krankheits-Schutz- und -Präventionskonzepte.

Ärztinnen und Ärzte in Klinik und Praxis, niedergelassenen Vertragsärzte und die primär bei Krankheits-, Gesundheits- und Präventionsfragen in Anspruch genommenen Familien- und Hausärzte werden in einer sich permanent verändernden Wissenschafts-Gesellschaft in einem dauerhaften Diskurs über unterschiedliche Bewältigungs-Strategien bei Schwangerschaft, Geburt, Leben, Krankheit, Gesundheit, Vorsorge, Früherkennung, Chronizität, Behinderung, Palliation und Sterben unter einem fast schon diktatorischen Primat der Gesundheit gar nicht mehr berücksichtigt.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Quelle: http://news.doccheck.com/de/blog/post/3875-health-literacy-ist-das-kunst-oder-kann-das-weg/
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Mittwoch, 18. Oktober 2017, 20:23

Fragwürdiger Primat der Gesundheit?

Den Medizin-bildungsfremden und Versorgungs-fernen "hohen" Herrschaften aus Gesundheitspolitik, Verwaltung und Administration geht es offensichtlich nicht mehr um die Krankheit an sich: Selbst "Krankheitsbewältigung", "Krankenversorgung" und "Krankheitsintervention" sind tabu, unsere chronisch kranken Patientinnen und Patienten werden systematisch diskriminiert und ausgegrenzt durch einen fast pathologischen "Gesundheits-Hype".

In krassem Gegensatz zum "World Health Summit", der den Einsatz für "globale Gesundheit" eher deklamiert als proklamiert, geht es in Wissenschaft, Forschung und Entwicklung, Kranken-Versorgung, Krankheits-Bewältigungs- und -Anwendungsforschung um Sprach-, Zahlen-, Bilder-, Computer-, Verständnis-, Kommunikations- und Semiotik-Wissenschaften, Empathie für Patienten und Verständnis komplexer Krankheits-Zusammenhänge, Krankheits-Schutz- und -Präventionskonzepte.

Ärztinnen und Ärzte in Klinik und Praxis, niedergelassenen Vertragsärzte und die primär bei Krankheits-, Gesundheits- und Präventionsfragen in Anspruch genommenen Familien- und Hausärzte werden in einer sich permanent verändernden Wissenschafts-Gesellschaft in einem dauerhaften Diskurs über unterschiedliche Bewältigungs-Strategien bei Schwangerschaft, Geburt, Leben, Krankheit, Gesundheit, Vorsorge, Früherkennung, Chronizität, Behinderung, Palliation und Sterben unter einem fast schon diktatorischen Primat der Gesundheit gar nicht mehr berücksichtigt.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Quelle: http://news.doccheck.com/de/blog/post/3875-health-literacy-ist-das-kunst-oder-kann-das-weg/
LNS

Nachrichten zum Thema

19. Oktober 2018
Berlin – Die Robert-Bosch-Stiftung möchte in dieser Legislaturperiode Impulse für eine umfassende Reform der Gesundheitsversorgung setzen. Dazu startete sie heute in Berlin die Initiative „Neustart!
Robert-Bosch-Stiftung bringt Initiative „Neustart“ für Gesundheitsreformen auf den Weg
17. Oktober 2018
Berlin – Elf der weltweit größten Hilfsorganisationen, darunter die Impfallianz Gavi, der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria sowie das Kinderhilfswerk der Vereinten
Welt­gesund­heits­organi­sation kündigt Aktionsplan für Weltgesundheit an
15. Oktober 2018
Berlin – Bei der Bekämpfung weltweiter Gesundheitsgefahren will Deutschland der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) mehr Planungssicherheit geben. Für die kommenden vier Jahre soll die WHO 115 Millionen
Deutschland will Welt­gesund­heits­organi­sation mehr Planungssicherheit geben
11. September 2018
London – Weltweit ist nicht nur der mangelhafte Zugang zu Gesundheitseinrichtungen ein Problem, sondern auch die schlechte Versorgungsqualität in vielen dieser Einrichtungen. Das berichtet ein
Mangelhafte Gesundheitsversorgung weltweit für rund fünf Millionen Todesfälle verantwortlich
7. September 2018
Frankfurt am Main – Ende Oktober wird in Hessen ein neuer Landtag gewählt. Gesundheitspolitik spiele im Wahlkampf bislang nur eine untergeordnete Rolle, obwohl man im Gesundheitswesen „vor großen
TK erstellt Wahlprüfsteine zur Gesundheitspolitik für Landtagswahl in Hessen
3. September 2018
Berlin – Die Ge­sund­heits­mi­nis­ter der Schweiz, Österreichs, Luxemburgs, des Fürstentums Liechtenstein und Deutschlands wollen bei der Nutzung von Big Data im Gesundheitswesen enger zusammenarbeiten.
Deutschsprachige Länder wollen bei Big Data enger zusammenarbeiten
6. August 2018
Frankfurt am Main – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat die Grenzen der Marktwirtschaft bei der Krankenversorgung betont. „Jeder in Deutschland hat Zugang zur medizinischen Versorgung.
LNS
NEWSLETTER